Lunz am See

Erstellt am 05. August 2016, 05:00

von Miriam Seidl

Wellenklaenge 2016: „Jedes Jahr einzigartig“. Über 3.000 Besucher fanden von 8. bis 30. Juli den Weg nach Lunz, wo wieder das sommerliche Kulturhighlight der Seegemeinde stattfand – die wellenklaenge.

Intendantin Suzie Heger in ihrem Element: Vor dem „Strottern“-Konzert begrüßt sie die zahlreichen Gäste.  |  Miriam Seidl , Miriam Seidl

Am Samstagabend gingen mit dem Federspiel-Programm „Spiegelungen“ als Finale die wellenklaenge 2016 zu Ende. Intendantin Suzie Heger kommt beim Rückblick auf das Festival regelrecht ins Schwärmen:

Über 3.000 Besucher in drei Festivalswochen

„Es war derartig schön, wir haben genau das gehört, was wir erwartet haben“, zeigt sie sich besonders im Hinblick auf die Qualität der Musiker begeistert. „Man hat gemerkt, dass es den Musikern selbst Spaß gemacht hat. Es ist berührend zu sehen, wie sich die Künstler auch von Lunz inspirieren lassen.“

Mit über 3.000 Besuchern in den drei Festivalwochen wurden auch in diesem Jahr die mittlerweile üblichen Besucherzahlen erreicht. Wettertechnisch habe man in der ersten Woche großes Pech gehabt, insgesamt mussten aber nur drei Veranstaltungen in den Lunzer Saal ausweichen.

„Wir haben genau das gehört, was wir erwartet haben.“

Suzie Heger, Intendantin der wellenklaenge

Drei Wochen lang setzten sich die wellenklaenge mit dem Thema „Wohin?“ auseinander, versuchten, über die Musik Antworten zu den großen – auch politischen – Fragestellungen und Umwälzungen der heutigen Zeit zu finden. Neben den musikalischen Darbietungen fand dazu auch ein Diskussionsabend mit dem Menschenrechtsexperten Manfred Nowak statt, der zur Zufriedenheit der Intendantin wie alle Veranstaltungen gut besucht war. Auch „wohin“ die Musik in Zukunft gehen wird, war ein Teil des Schwerpunkts, der vor allem jungen Künstlern eine Bühne bot.

"Immer anders, immer einzigartig"

Suzie Hegers ganz persönliches Highlight beim diesjährigen Festival? „Stargeiger Didier Lockwood. Ich hatte ihn schon im Vorfeld als Highlight angekündigt, und das kann dann mitunter fürchterlich schief gehen. Er hat das Publikum mit seinem Können und seiner musikalischen Raffinesse aber absolut mitgerissen.“

Auch über das nächste Festival denkt Heger bereits nach: „Ich werde oft gefragt: Wie willst du das noch toppen? Aber ich will es gar nicht toppen. Es ist immer anders, immer einzigartig.“