Erstellt am 12. Juli 2016, 05:00

Wellenklänge: Wenn’s auch schräg sein darf. Kunst & Zeitgeschichte: Junge Musiktalente und Profis zeigten bei wellenklaenge- Eröffnung gemeinsam, wohin die Reise gehen kann, wenn man neue, schräge Wege einschlägt

 |  NOEN

„Wohin?“ lautet der Titel der 20-jährigen Jubiläumsveranstaltung der wellenklaenge, Lunz am See. Gleich bei der Eröffnung am Freitagabend zeigten dabei junge Musiktalente der Musikschule Göstling und des BORG Scheibbs, wie sie diese Frage interpretieren.

Unter der künstlerischen Leitung von Robert Kainer erarbeiteten die Schüler in Workshops gemeinsam mit Musikerkollegen wie Trompeter Josch Oettl, Gitarrist Chris Neuschmid, Rapperin Esra Özmen, Beatboxer Philip Schröter oder Hip-Hop-Tanzlehrerin Farah Deen eine spartenübergreifende, durchaus schräge und außergewöhnliche Performance, die das Publikum begeisterte.

„Wir kämpfen mit Geigenklängen, Flöten, Trompeten und Posaunen gegen die Angst vor dem Fremden und für eine friedliche Welt in der Zukunft."

Nachdenkliche Gedanken gab es von Intendantin Suzie Heger zur Eröffnung des diesjährigen Festivals, das sich nicht zufällig mit dem Thema Flucht, Fremdsein und dem Wohin beschäftigt. „Wir kämpfen mit Geigenklängen, Flöten, Trompeten und Posaunen gegen die Angst vor dem Fremden und für eine friedliche Welt in der Zukunft. Und wer könnte auf der Suche nach dem Wohin bessere Wege einschlagen, als die Jugend? Die Kunst hat die Aufgabe, den Blick auf das Wesentliche zu richten und an die gute Welt zu glauben“, betonte Heger in ihrer Eröffnungsansprache.

Gedanken, die auch Festredner Landtagspräsident Gerhard Karner, der das Festival offiziell eröffnete, aufgriff: „Ich kann mich seitens des Landes nur für 20 Jahre wellenklaenge bedanken. Die Kultur kommt von der Stadt auf das Land auf eine der schönsten Bühnen unseres Landes und zeigt sich hier von seiner kritischen, nachdenklichen aber vor allem von seiner optimistischen Seite. Danke dafür.“