Erstellt am 13. April 2016, 05:04

von Christian Eplinger

Lunz zum vierten Mal Etappenort. Seegemeinde am 29. Juli im Zeichen edler Boliden. Im Starterfeld mit dabei unter anderem Peter Kraus oder Rauno Aaltonen.

Wolfgang Porsche und Günter Horvath unterwegs in einem Porsche 356 bei der vorjährigen Ennstal-Classic.  |  NOEN, Ennstal-Classic/Martin Huber

Wenn am 27. Juli insgesamt 197 Teams aus 14 Nationen in Gröbming zum Prolog der legendären Ennstal-Classic aufbrechen, dann ist alles am Start, was in der Oldtimer-Szene Rang und Namen hat.

Nicht weniger als 43 Marken verteilen sich auf das Starterfeld. Porsche hält mit 38 Nennungen den höchsten „Marktanteil“, gefolgt von 25 Jaguar, 17 Alfa Romeo und zehn Mercedes-Benz-Boliden. Aber es sind die vielen Exoten, die dem Oldtimer-Konvoi Glanzlichter vertreiben: Stanguellini, Talbot, Siata, Jensen, Lagonda, Adler, Arnolt-Bristol, Glas, Devin oder Delahaye.

Von tollen Porsches und teuren Ferraris

Porsche – Nummer eins Partner der Ennstal-Classic – holt die besten Stücke aus dem Werksmuseum: vom Porsche 550 RS Spyder bis zum 356 Carrera Abarth. Als Fixstarter gelten Strietzel Stuck und Wolfgang Porsche. Für den Zenith-Grand Prix in Gröbming am Samstag, 30. Juli, zündet Porsche zwei geschichtsträchtige Formel-Rennwagen: den 718 Formel 2 und den 804 Formel 1 Achtzylinder.

Teuerstes Auto im Startfeld ist ein Ferrari 250 GTO. Erstbesitzer war der Wiener Juwelier Gotfried Köchert. Die Italo-Ikone mit 290 PS starkem Dreiliter-V12-Zylindermotor wurde am 22. Mai 1962 an den Wiener ausgeliefert. Seit 2005 ist der Schotte Lord Irvine Laidlaw der elfte Besitzer dieses GTO, mit dem er nun zum zweiten Mal die Ennstal fährt.

Von Rudi Roubinek bis zu Minister Brandstetter

Beim „Autofahren im letzten Paradies“ am Lenkrad sind unter anderem Peter Kraus (AC Bristol), Rudi Roubinek (BMW 3,0 CSL), Rauno Aaltonen (Austin Mini Cooper), Jo Ramirez (Porsche 912), Thomas Muster (Porsche 356), Rudi Stohl (Austin Healey), Martin Gruber (Volvo), Alex Kristan (Volvo) und Justizminister Wolfgang Brandstetter mit Co-Pilot Harald Krassnitzer auf VW K70.

Sie alle werden heuer auch wieder in Lunz am See zu bewundern sein. Denn dank Willi Dinstl ist die Seegemeinde heuer bereits zum vierten Mal Etappenort der Ennstal-Classic. „Bei uns werden diese wunderbaren Boliden und ihre prominenten Fahrer am Vormittag des 29. Julis zu Gast sein“, ist die Vorfreude bei Willi Dinstl auf dieses besondere Motorsportereignis schon heute spürbar.

Wolfgang Porsche und Günter Horvath unterwegs in einem Porsche 356 bei der vorjährigen Ennstal-Classic.Ennstal-Classic/Martin Huber