Erstellt am 10. Mai 2016, 04:04

von Christian Eplinger

Maturareisen im Schatten der Terrorangst. Schüler und Eltern sind aufgrund der bestehenden Terrorgefahr in der Türkei verunsichert. Viele Maturanten haben die Partyreise storniert oder umgebucht.

24 Stunden lang Party, Liveacts, Strand und jede Menge Alkohol - nach dem Prüfungsstress feiern tausende Maturanten jährlich mit X-Jam an der türkischen Rivera ihren Schulabschluss. Heuer trübt jedoch die Terrorgefahr etwas die Vorfreude.  |  NOEN, www.leisure.at

In den Höheren Schulen des Bezirks wird ab dieser Woche geschwitzt. Zumindest in den Maturaklassen. Denn die schriftlichen Reifeprüfungen haben am Montag begonnen. Noch wenige Wochen, dann singen die Maturanten des BG/BRG Wieselburg, des BORG Scheibbs oder des Francisco Josephinum im Chor: „Nie mehr Schule!“

Danach heißt es für die meisten: Ab in den Süden mit Partyspaß und Strandfeeling! In den letzten Jahren waren Summersplash oder X-Jam in der Türkei die begehrtesten Maturareiseziele. Nach den jüngsten Ereignissen hat sich das gewandelt.

Egal ob BORG, Gym oder Josephinum – in den letzten Wochen liefen die Telefonleitungen zu den diversen Reiseveranstaltern heiß. Denn es wurde eifrig storniert oder umgebucht. „Es ist mittlerweile einfach zu gefährlich, in die Türkei zu fliegen. Die Maturareise lassen wir uns dennoch nicht verderben. Wir fahren jetzt allerdings in kleineren Gruppen nach Spanien oder Kroatien“, schildert Kerstin Hauß vom BORG Scheibbs.

"Höchstmögliche Sicherheitsstandards"

Bei den großen Partyreise-Veranstaltern Summersplash und X-Jam versucht man indes zu beruhigen. „Neben den höchstmöglichen Sicherheitsstandards in der Anlage ersuchen wir mit maßgeblicher Unterstützung des österreichischen Außenministeriums und der österreichischen Botschaft in Ankara die zuständigen türkischen Behörden um die Sicherung des gesamten Areals für 24 Stunden pro Tag“, informiert Didi Tunkel, Gründer und CEO der Splashline.

Dennoch mit einer rund 20-prozentigen Stornoquote haben diese Veranstalter heuer zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Printausgabe der Erlauftaler NÖN.