Erstellt am 25. November 2015, 05:23

„Menschen sind nervöser als zuvor“. Terror in Paris | In Paris lebende Randeggerin schildert die aktuelle Lage.

Seit viereinhalb Jahre lebt Susanne Hofmarcher in Paris. Zum Zeitpunkt der Anschläge war sie aber beruflich verreist.  |  NOEN, Foto: privat

Seit viereinhalb Jahren lebt und arbeitet die Randeggerin Susanne Hofmarcher in Paris. Zum Zeitpunkt der Terroranschläge war sie gerade auf Geschäftsreise in Bukarest. „Daher Gott sei Dank außerhalb des Gefahrenbereichs“, schildert die 31-jährige Mitarbeiterin von International Business Developement Manager bei HEC Paris, der renommiertesten Wirtschaftshochschule Frankreichs.

Aber so wie viele in Paris hat auch sie bei den Terroranschlägen Bekannte verloren. „Ein Freund sowie ein Kollege von mir sind beim Anschlag im Konzertsaal Bataclan ums Leben gekommen. Mein Nachbar war auch dort und erzählte, dass er sich verstecken konnte, bis alles vorbei war. Danach musste er über Tote und ein Blutmeer steigen, um aus dem Konzertsaal zu kommen. Er ist schwerst traumatisiert“, erzählt Hofmarcher.

Die Anschläge gehen ihr auch besonders nahe, da sie die Lokale und Restaurants, in beziehungsweise vor denen sie verübt worden sind, gut kennt. „Inzwischen sind zwar die allermeisten Pariser Konzertsäle, Lokale und Restaurants wieder wie gewohnt geöffnet, dennoch ist die Situation angespannt und die Menschen sind spürbar nervöser. Zwei Tage nach den Anschlägen brach auf einem öffentlichen Platz eine Massenpanik aus. Es wird also sicherlich noch dauern, bis sich die Lage beruhigt. Wir lassen uns aber vom Terror nicht entmutigen und werden uns nicht verstecken“, sagt die Randeggerin. -ce-