Erstellt am 31. Mai 2016, 10:04

von Miriam Seidl

Mit gutem Gewissen feiern. Die Prämissen "umweltfreundlich" und "sozial" wurden am Wochenende in der Au in Kienberg mit dem „River Jam“ Festival in die Tat umgesetzt.

 |  NOEN, Miriam Seidl
Die Veranstalter Elias Auer, Raffaela Leitner, Nina Schoder und Alina Hauke absolvieren gerade ein Freiwilliges Soziales Umweltjahr.

Es sollte ein „sauberhaftes“ Fest werden, betonten diese in ihrer Eröffnungsrede, aus diesem Grund gab es ausschließlich Pfandflaschen und -becher, es wurde darauf geachtet, möglichst wenig Strom zu verbrauchen und die Vermeidung von Plastikmüll sorgte den ganzen Nachmittag und Abend über für ein sauberes Gelände.

Die soziale Komponente kommt daher, dass vom Erlös des Festivals ein Großteil an Flüchtlingsintegrationsprojekte geht.

Die Besucher, die (bestenfalls öffentlich oder mit dem Fahrrad) angereist kamen, bekamen einiges geboten – neben kreativen Workshops wie Capoeira, Upcycling oder Cloth-Cutting, gab es am Nachmittag auch einen Poetry Slam mit zahlreichen Teilnehmern, kulinarische Verköstigung in Form von selbstgekochten vegan-vegetarischen Speisen – und wem es bei 30 Grad im Schatten zu heiß war, konnte sich in der nahen Erlauf abkühlen.

Dass Festivals dieser Art Zukunft haben, merkte man auch an der Vielzahl an Sponsoren, die die Veranstaltung unterstützten.

Allen voran bedankten sich die Veranstalter bei Sepp Lindebner, der seinen Grund in der Au für die Festivalpremiere zur Verfügung stellte.

Gegen Abend wurde das Programm vom Starkregen unterbrochen – die Veranstalter blieben aber trotzdem positiv. Die zahlreichen Bands, wie Franz Horvarth und seine Lebensechten, Rayjam und Animal Machine hielten bis in die Nacht durch, die Stimmung blieb trotz des bescheidenen Wetters wunderbar.