Erstellt am 31. Mai 2016, 05:24

von Raimund Holzer

Auch Bären wollen berühmt sein. „Der Bär“ – neuerlich ein großartiger Erfolg für das „ensemble vielsAitig“.

Anna Lienbacher (2.v.r.) bekam von ihren Freundinnen Stephanie Holzleitner, Julia Steiner und Anja Riegler (v.l.) Blumen.  |  NOEN, Raimund Holzer

Als Projekt des heurigen Viertelfestivals Mostviertel 2016 hatten sich Judith McGregor, Leiterin des Musikschul-Jugendorchesters „ensemble vielsAitig“, Musikschuldirektorin Irene Kraus und Schauspielerin Regina Schweighofer eine ganz besondere Aufführung vorgenommen: Das musikalische Märchen „Der Bär“ von Tristan Schulze.

Spannend und emotionsgeladen erzählte Regina Schweighofer die Geschichte vom Bären, der doch eigentlich im Wald leben sollte, aber unbedingt zum Zirkus wollte – um endlich berühmt zu werden!

Vielschichtig und detailverliebt die Musik Tristan Schulzes, von Judith McGregor großartig einstudiert. Das auf immer höherem Niveau agierende Ensemble, in dem einige phantastische junge Musiker heranwachsen, schaffte es, im Publikum die Bilder des Waldes als Heimat des Bären und seiner Freunde, aber auch die Atmosphäre des Zirkuszelts entstehen zu lassen.

Und so wandern die Besucher, von der Musik getragen, mit dem Bären in die Stadt, wo er tatsächlich vom Zirkusdirektor engagiert wird und nach langem, hartem Training wirklich zum Star in der Manege wird.

Jede Wendung der Geschichte wird musikalisch umgesetzt, jede Stimmung mit Klangbildern wiedergegeben – just dann, als der Bär doch wieder wehmütig an seine alte Heimat und seine Freunde denkt und das Märchen eine überraschende Wendung nimmt. Eine wirklich großartige, gelungene Produktion!