Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:03

von Walter Fahrnberger

Nach Blitz-Coup: Keine Spur vom Täter. Unbekannter raubte in 32 Sekunden die Raiffeisenbank in St. Martin/Y. aus. Verletzt wurde niemand. Beute: „Kein unwesentlicher Betrag.“

Der mit einer Maschinenpistole bewaffnete Bankräuber konnte nach dem Überfall auf die Raika in St. Martin/Ybbsfelde unerkannt entkommen.  |  NOEN, LPD NÖ
Es ging alles ganz schnell. „In nur 32 Sekunden war der Spuk vorbei“, berichtet Direktor Leopold Grubhofer, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Eisenwurzen über den Banküberfall auf die Filiale in St. Martin am Ybbsfeld.

Es war 16.48 Uhr, knapp vor Kassaschluss, am Montag (7. Dezember) vor dem Marien-Feiertag, als der mit einer Maschinenpistole bewaffnete Mann in die Bank stürmte. Der Täter bedrohte die Bankangestellte und forderte sie auf, Bargeld herauszugeben. Danach flüchtete er durch die Haupteingangstüre in unbekannte Richtung.

Täter dürfte zwischen 20 und 30 Jahre alt sein

Es ist auch nicht klar, ob der Bankräuber mit einem Auto oder zu Fuß entkommen konnte. Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung verlief erfolglos. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand. Die Bankangestellte sowie ihre Kollegin, die sich im Nebenraum aufhielt und von dem Vorfall nichts mitbekam, erlitten einen Schock. Beide wurden psychologisch betreut.

Über die Höhe der Beute wollte die Raiffeisenbank keine genaue Auskunft geben. Es handelt sich laut Direktor Grubhofer aber um „keinen unwesentlichen Betrag“.

Gesucht wird der Täter, vermutlich ein Inländer, ca. 170 bis 180 cm groß, unauffällige Statur, ca. 20 bis 30 Jahre alt, schwarze Stoffjacke, dunkle Hose, schwarze Schuhe, violetter Kapuzen-Sweater, schwarz-graue Arbeitshandschuhe, schwarze Stoffmaske/-haube, wobei nur beim linken Auge ein Sehschlitz vorhanden war.

Filiale schließt ab sofort um 16:00 Uhr 

„Der Täter dürfte sich gut auskennen, denn somit kann der Augenabstand nicht vermessen werden“, erklärt Grubhofer. Daher kann auf den Fahndungsfotos das Gesichtsfeld des Bankräubers nicht vermessen werden.
Indes hat die Raiffeisenbank die Sicherheitsvorkehrung in St. Martin laut Grubhofer weiter ausgebaut. Die Filiale, die ohnehin nur mehr Montag und Freitag und daher länger geöffnet war, wird ab sofort bereits bei Tageslicht um 16 Uhr schließen.

Der letzte Bankraub im Bezirk war jener auf die Raika Kemmelbach, im Juli 2014. Diese ehemalige Filiale der Raiffeisenbank Region Eisenwurzen wurde nach diesem fünften Überfall aus Sicherheitsgründen heuer im Februar zugesperrt. Der Standort der Raika in St. Martin ist laut Leopold Gruberhofer nach dem Überfall aber nicht gefährdet.

Noch am Abend des 7. Dezember war gleich nach der Tat das Gerücht in St. Martin aufgetaucht, dass der Täter bereits wieder gefasst wäre. Dem ist leider bis dato nicht so. Ergreiferprämie wurde vorerst noch keine ausgesetzt. Sachdienliche Hinweise an das LKA NÖ  059133-30-3333.