Neubruck

Erstellt am 25. Mai 2017, 05:00

von NÖN Redaktion

Töpperkapelle: Feinschliff für die Fresken. Nach Orgel, Gebetsstühlen und Altar nimmt der Töpperkapelle Neubruck-Förderverein den nächsten großen Sanierungsschritt in Angriff.

Restauratorin Rudolfine Seeber saniert derzeit die Fresken in der Töpperkapelle Neubruck. Fördervereinsobmann Johann Schragl hofft auf breite Unterstützung durch die Bevölkerung. Spendenkonto: Töpperkapelle Neubruck-Förderverein, Verwendungszweck Fresken Töpperkapelle, IBAN: AT08 2025 7000 0004 0709.  |  NOEN

Gemeinsam mit der Neubruck Immobilien GmbH, dem Land Niederösterreich und dem Bundesdenkmalamt werden auf Initiative des Töpperkapelle Neubruck-Fördervereins bis zum Sommer die Fresken im Innenraum der historischen Kapelle revitalisiert. Restauratorin Rudolfine Seeber arbeitet derzeit intensiv an den Wandmalereien. Ein 14 Meter hohes Gerüst mit sechs Etagen ermöglicht der Expertin die Arbeit am Kuppelfresko.

Die Fresken wurden 1833 von Josef Töpper von Temeswar und Josef Pranzl geschaffen, ein Jahr später wurde die Töpperkapelle feierlich eingeweiht. Erzherzog Johann war dabei einer der Ehrengäste des Hammerherren Andreas Töpper. Die Fresken vereinen das Figurenideal des 19. Jahrhunderts mit barocker Gewölbemalerei. „1882 wurden sie zum letzten Mal renoviert“, berichtet Seeber, die 26 Jahre lang bei Ausgrabungen in Ägypten gearbeitet hat und in der Region unter anderem in der Kartause Gaming, in Scheibbs, Ybbsitz und Göstling engagiert war.

"Hilfe war außerordentlich groß"

„Die Freskensanierung ist für unseren Verein ein großes, aufwendiges Projekt. Daher ersuchen wir die Bevölkerung um Unterstützung. Schon bei der Sicherung des Engerl-Altars war diese Hilfe von Firmen, Vereinen und Privaten außerordentlich groß“, betont Fördervereins-Obmann Johann Schragl.

Was die Unterstützer besonders freut: Die Figuren an den Seitenwänden – Sebastian, Paulus, Rochus und Petrus – werden zur Gänze wiederhergestellt. „Damit ist der letzte große Schritt bei der Restaurierung des Kapellen-Innenraums geschafft“, freut sich Schragl.

Viele kleine Arbeiten sind bis dahin von Rudolfine Seeber zu erledigen. „Manche Wandmalereien sind von Staub, Schmutz und Pollen zu befreien. An anderen Stellen gehen die Sanierungen tiefer: Risse werden gekittet und die vergoldeten Kapitele ausgebessert. Die Töpperkapelle hat jedenfalls viele faszinierende Seiten“, berichtet sie.

Wegen Bauarbeiten nicht zugänglich

Derzeit ist die Töpperkapelle wegen der Bauarbeiten für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Erstmals zu bestaunen sind die restaurierten Fresken beim Auftaktkonzert zur Reihe „Musikalische Kostbarkeiten in der Töpperkapelle“ am Samstag, 22. Juli, um 11 Uhr.