Erstellt am 19. Dezember 2017, 05:01

von Christian Eplinger

Pistengehverbot erhitzt die Gemüter. Ötscherlift-Geschäftsführer Andreas Buder zog sich mit dem Tourengeherverbot auf den Pisten der Ötscherlifte den Unmut vieler Wintersportler zu.

Die Faszination einer Skitour liegt im Aufstieg im freien Gelände– ein Bild von einer Skitour auf den Kleinen Ötscher. Doch die Anzahl der Tourengeher, die ihr Hobby generell auf die Piste verlegen, steigt immer mehr an und erhält auch einen Workout-Charakter. Damit steigen aber auch die Diskussionen rund um das Pistenskitourengehen. Am Ötscher wurde daher jetzt ein generelles Verbot erlassen.  |  privat

Der Aufschrei in der Skitourengeher-Szene der Region ist groß. Die Ötscherlifte haben das Pistengehen auf präparierten und nicht präparierten Skipisten ausnahmslos verboten und drohen bei Verstoß gegen dieses Verbot mit einer Besitzstörungsklage.

„Ich war in den vergangenen Jahren viele Male mit Tourenski auf dem Großen und Kleinen Ötscher – immer ohne Probleme. Mit diesem Verbot ist ein Winteraufstieg für mich nicht mehr möglich, weil ich immer gezwungen bin, die Piste zumindest teilweise für den Aufstieg zu nutzen, will ich nicht gerade über den Rauhen Kamm oder eine Plan hinaufkraxeln.

„Achtung Tourengeher! Das Pistengehen ist auf präparierten und nicht präparierten Skipisten der Ötscherlift-Gesellschaft in 3295 Lackenhof am Ötscher ausnahmslos zu jeder Tages- und Nachtzeit verboten. Ein Missachten dieses Hinweises kann jederzeit zur Besitzstörungsklage führen.“Die Geschäftsführung der Ötscherlift-Gesellschaft m.b.H.

Ist es wirklich notwendig, mit dieser Radikalmaßnahme den für unser wunderschönes Mostviertel so prägenden Ötschergipfel im Winter für Tourengeher gänzlich zu sperren? Das hat sich unser Vaterberg einfach nicht verdient“, kritisiert der begeisterte Skitourengeher Michael Zarl aus St. Anton/Jeßnitz und spricht damit vielen Skitourengehern aus der Seele.

„Es gibt immer wieder schwarze Schafe“

Mit Kooperation habe man es am Ötscher in den letzten Jahren versucht, betont Ötscherlift-Geschäftsführer Andreas Buder gegenüber der NÖN.

Andreas Buder will noch im Jänner einen Infoabend zur aktuellen Problematik abhalten.  |  Eplinger

Die Nutzung bestimmter Pisten für Aufstiege und Abfahrten wurden auf der Homepage der Liftgesellschaft veröffentlicht. „Leider gibt es aber immer wieder schwarze Schafe, die weder gesperrte Pisten noch sicheres Verhalten beim Aufstieg beachten“, erläutert Buder.

Was noch alles hinter diesem Pistengehverbot steckt, was Vertreter der Alpinsportvereine und der Gemeinde Gaming dazu sagen und wie es in dieser Problematik doch noch zu einem Happy End kommen soll, lest ihr in der aktuellen Print-Ausgabe der Erlauftaler NÖN sowie im ePaper.