Puchenstuben

Erstellt am 21. Juli 2016, 08:00

von Jutta Streimelweger

Neuer Chef im Alpenhotel Gösing. Klaus-Dieter Heilmann verlässt nach drei Jahren Gösing. Ihm folgt Johann Mader nach.

Symbolische Schlüsselübergabe: Klaus-Dieter Heilmann (links) verlässt nach drei Jahren das Hotel Gösing. Sein Nachfolger ist Johann Mader.  |  NOEN

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts thront das Alpenhotel Gösing in mitten der Ötscher-Szenerie, drei Jahre lang fungierte Klaus-Dieter Heilmann als Hoteldirektor. Nun verabschiedet sich der 32-jährige Greiner und kehrt nach Oberösterreich zurück. Ihm folgt wieder ein Oberösterreicher nach: Johann Mader wird mit Ende des Monats die Funktion des Direktors übernehmen.

"Jahr mit Landesausstellung war das intensivste"

„Ich werde mich selbstständig machen“, berichtet Heilmann über seine Pläne. Derzeit sei alles noch in Planung, Genaueres will er noch nicht verraten: „Aber es ist eine Chance, die ich wahrnehmen wollte.“

An die letzten drei Jahre erinnert sich der Hotelier gerne: „Das Jahr mit der Landesausstellung war definitiv das intensivste. Durch sie haben wir auch Gäste ansprechen können, die sonst eventuell nicht gekommen wären.“ Sogar neue Stammgäste habe man so gewonnen: „Junge Gäste haben wir aber auch schon länger. Hier in Gösing gibt es einfach Ruhe und das hat auch für die jungen Leute Bedeutung.“ Heilmann geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Es war doch irgendwie ‚mein‘ Hotel.“

„Dann gab es für mich zwei Möglichkeiten: Mich selbstständig machen oder etwas finden, wo ich einfach Gastgeber sein kann.“

Johann Mader

Das Haus inmitten des Naturparks Ötscher-Tormäuer übernimmt nun Johann Mader. „Ich hatte zuvor ein Hotel in Katzdorf im unteren Mühlviertel.“ Für dieses fand der 57-Jährige keine Nachfolger und verkaufte es: „Dann gab es für mich zwei Möglichkeiten:

Mich wieder selbstständig machen oder etwas finden, wo ich einfach Gastgeber sein kann.“ Letzteres hat er nun in Gösing gefunden. „Als ich das erste Mal hergefahren bin, dachte ich mir: ‚Was soll ich hier?‘, doch als ich dann den Ausblick gesehen habe, war ich überzeugt.“ Er habe dann ein paar Nächte im Hotel verbracht, um sich einzufühlen: „Es hat dann einfach gepasst.“

Eventuell Ayurveda-Yoga-Woche

Einbringen möchte sich Mader eventuell mit einer Ayurveda-Yoga-Woche: „Das würde mich schon reizen, aber dafür müssten die Räumlichkeiten noch adaptiert werden. Die Idee ist aber auf alle Fälle da.“ Mit der Region hat sich der baldige Hoteldirektor auch schon bekanntgemacht:

„Vorher kannte ich mich ja nicht aus, aber inzwischen bin ich schon sattelfest.“ Im Hotel habe er schon jetzt ein tolles Team, die Küche sei auch klasse und grundsätzlich sei schon alles perfekt organisiert. „Hier kann ich mit vollem Herzen als Gastgeber dabei sein.“