Erstellt am 24. November 2015, 05:48

von Karin Katona

Stadterneuerung: Workshops ab Jänner. Langfristige Ziele sind gesteckt, Ergebnisse jüngster Bürgerbefragung ausgewertet, Anfang 2016 geht es an die Ausarbeitung konkreter Projekte.

Elisabeth Rinner, Petra Fuchs, Hildegard Ressl, Stadterneuerungs-Betreuerin Marisa Fedrizzi, Bürgermeister Christoph Trampler, Josef Fuchs, Vizebürgermeisterin Birgit Ressl, Stadterneuerungs-Betreuer Daniel Brüll, Engelbert Gady und Walter Brandhofer (von links) beim Stadterneuerungsfrühstück. Das Stadterneuerungs-Konzept ist festgelegt, jetzt geht es zügig an die Arbeit an konkreten Projekten.  |  NOEN, Foto: Karin Katona

Bei einem Frühstück in gemütlicher Runde wurde am vergangenen Samstag das Zwischenergebnis des Stadterneuerungs-Projekts Purgstall präsentiert. Viel sei in den letzten Monaten geschehen, berichteten Marisa Fedrizzi und Daniel Brüll von noe.regional, die das Projekt betreuen. So ist das Leitbild, das die langfristigen Ziele des Projekts vorgibt, fertig ausgearbeitet und wurde bereits vom Gemeinderat beschlossen.

Es besteht aus den Punkten „Purg-stall lebt im Zentrum“, „Purg-stall denkt in Generationen“, „Purgstall setzt auf seine Stärken“ und „Purgstall bewegt sich alternativ“. Präsentiert wurden auch die Ergebnisse des thematischen Bürgerbefragungsbogens, die das Interesse der Bevölkerung für die verschiedenen Themenfelder dokumentieren.

Gruppen für Umwelt und Soziales besonders aktiv

Besonders aktiv, ließ Stadterneuerungs-Betreuer Daniel Brüll wissen, sei die Umweltgruppe, die im Moment im Sinne des Ziels „Purgstall bewegt sich alternativ“ an einer Erhebung der Gefahrenreduzierung und Lückenschlüsse im Rad- und Fußwegnetz der Gemeinde arbeite. Ziel sei ein Plan für ein alternatives Verkehrskonzept mit konkreten Zielen und Routen.

„Purgstall ist von seiner Topografie ideal für den Alltags-Radverkehr. Laut Bürgerfragebogen benützen auch viele Menschen das Rad im Alltag. Für 77 Prozent ist allerdings immer noch das Auto das einzige Transportmittel.“ Hier gelte es nicht nur, das Angebot an Rad- und Fußwegen zu verbessern, sondern auch verstärkte Bewusstseinsarbeit zu leisten. Auch in puncto Barrierefreiheit gebe es noch einiges zu tun, wie eine Begehung es Ortskerns ergeben habe.

Ebenfalls sehr ambitioniert arbeite die Gruppe „Soziales und Generationen“, hob Betreuerin Marisa Fedrizzi hervor: „Hier gibt es schon sehr konkrete Projekte. Das Interesse an einem Seniorentageszentrum etwa ist sehr groß – da besteht eindeutig Handlungsbedarf. Das beweisen auch die Ergebnisse des thematischen Fragebogens.“ Für einen noch besseren Ideen-Input lädt die Stadterneuerung interessierte Purgstaller Bürger am 26. November ab 8 Uhr zu einer Ganztagsexkursion nach Mödling, Kottingbrunn und Ebreichsdorf ein, wo beispielhafte Ortskernbelebungs- und Gestaltungsprojekte besichtigt werden.

Nach der Leitbild-Definition und der Auswertung der Fragebögen geht es nun zügig an die Ausarbeitung konkreter Maßnahmen: Die ersten Workshops starten im Jänner. Nochmals luden die Stadterneuerungs-Experten die Bürger zur Mitarbeit ein: „Das Wichtigste ist, dass das Projekt von der Bevölkerung gestaltet und getragen wird. Der Einstieg in die Arbeitsgruppen ist jederzeit möglich.“

Stadterneuerung

Leitbild-Themenfelder
• „Purgstall lebt im Zentrum“ nächste Schritte: Masterplan samt Begleitmaßnahmen für Ortskernbelebung und Gestaltung öffentlicher Räume
• „Purgstall denkt in Generationen“: Projektideen: Seniorentageszentrum, Barrierefreiheit im Ortszentrum, Jugendbeteiligung – Jugendzentrum, Park als Aufenthaltsraum für Generationen
• „Purgstall setzt auf seine Stärken“: Gestaltung öffentlicher Flächen nach den Prinzipien von „Natur im Garten“, Neuausrichtung des Bücherdorfs, Themenwege, Teilnahme am Programm „Energieeffiziente Gemeinde“
• „Purgstall bewegt sich alternativ“: Ausbau des Rad- und Fußwegenetzes, e-Car-Sharing, Anrufsammeltaxi

Exkursion „Beispielhafte Ortskernbelebung“: 26. November, ab 8 Uhr, Anmeldung im Bürgerbüro