Erstellt am 18. Januar 2016, 20:02

von APA/Red

Schwerer Forstunfall in Purgstall. 52-jährigem Landwirt wurde bei Holzschlägerungsarbeiten beim Nachbarn der Unterschenkel abgetrennt.

Hubschraubereinsatz im Retzer Land. Ein 66-Jähriger hatte mit einer Trennscheibe in seiner Werkstatt gearbeitet, wo auch Feuerwerkskörper gelagert waren, und die Gefahr des Funkenflugs nicht beachtet. Eine Woche nach dem Unfall verstarb der Mann. Symbolfoto: Archiv  |  NOEN, Symbolfoto: Archiv
Dramatische Szenen spielten sich am Montagnachmittag in Purgstall ab. Bei Holzschlägerungsarbeiten kam es zu einem schweren Forstunfall. Einem 52-jährigen Nachbarn des Grundbesitzers wurde dabei der rechte Unterschenkel komplett abgetrennt.
 
Der 52-jährige erfahrene Landwirt und Forstarbeiter war gemeinsam mit dem 48-jährigen Grundbesitzer und dessen Bruder (58) sowie einem 19-jährigen Gehilfen ausgerückt, um auf einem stark abschüssigen Waldstück einige Bäume zu fällen. Als der 52-Jährige dabei war, eine Eiche, die mit Stahlseil und Seilwinde gesichert war, mit der Motorsäge umzuschneiden, fiel diese nicht in die gewünschte Richtung und stieß gegen einen anderen Baum. Danach rutschte der Stamm zurück und rollte auf den 52-Jährigen zu. Dieser versuchte noch zu flüchten. Dabei wurde sein rechtes Bein zwischen einer bereits zuvor gefällten Buche und der abrutschenden Eiche eingezwickt. Der rechte Unterschenkel wurde komplett abgetrennt.

Hubschrauber muss Verletzten bergen

Der Grundstücksbesitzer verständigte sofort die Rettung und leistet anschließend mit seinem Bruder erste Hilfe. Gemeinsam mit der FF Feichsen barg die Besatzung des Notarzthubschraubers Christophorus 15 den Verunglückten aus dem steilen Gelände und flog ihn ins Krankenhaus St. Pölten.
 
Der 52-jährige Forstarbeiter war beim Unfall ordnungsgemäß mit Sicherheitsschuhen, schnittfester Hose und Schutzhelm gekleidet.