Gaming

Erstellt am 11. Juli 2016, 09:26

GLEON: Gemeinsam für die Seen der Welt. An die 140 Forscher aus 35 Nationen waren vergangene Woche (4. bis 8. Juli) in der Kartause Gaming und im WasserCluster Lunz (NÖ) zu Gast beim 18. Kongress des internationalen Seenforschungsnetzwerks GLEON, der erstmals in Österreich stattfand.

„Wenn du schnell gehen willst, geh alleine. Wenn du weit gehen willst, geh mit anderen“, mit diesen Worten eröffnete Bas Ibelings aus dem GLEON Komitee das 18. GLEON Meeting, das heuer von der Österreichischen Gesellschaft für Limnologie (SIL) organisiert wurde.

Meeting-Organisator und WasserCluster Lunz-Arbeitsgruppenleiter Martin Kainz freute sich gemeinsam mit den GLEON Vorsitzenden Kathleen Weathers und Paul Hanson aus den USA, fast 140 renommierte Seen-Forscher aus aller Herren Länder im Herzen des Mostviertels begrüßen zu können. „Es freut mich sehr, dass es gelungen ist, das GLEON Meeting nach Österreich zu holen“, sagt Martin Kainz. „Es war eine tolle Möglichkeit für uns, uns international zu verknüpfen und unsere Forschungsstrategien gemeinsam weiter zu entwickeln.“

Beraten wurde in Workshops, Poster-Sessions und Diskussionen über die Veränderungen, die die Forscher in Seen der ganzen Welt feststellen. Die Wassertemperaturen steigen, die Pflanzen- und Tierwelt ist nicht mehr die gleiche, die Nährstoffe, die in den See eingetragen werden, verändern sich. Die Forscher versuchen die Veränderungen zu verstehen, Prognosen abzugeben und Lösungen für Herausforderungen einer Gesellschaft im Klimawandel zu finden.

„Allerdings, wenn man die Veränderungen verstehen will“, so Bas Ibelings, „darf nicht jede Forschungsstation alleine in ihrem See vor sich hin arbeiten. Wir müssen die Daten unserer Seen zueinander in Bezug setzen, wir müssen uns vernetzen, wir müssen zusammenarbeiten.“

Genau das hat sich GLEON zum Ziel gesetzt. GLEON (Global Lake Ecological Observatory Network) ist ein internationales Netzwerk von Forschern, die mehr als 60 Seen auf der ganzen Welt beobachten und wissenschaftlich untersuchen. Der Lunzer See ist, neben dem Gossenköllesee in Tirol, der einzige See Österreichs, der von GLEON erfasst ist.