Erstellt am 08. August 2017, 02:01

von Jakob Zuser

Lebensretter für Max (3) gesucht. Am Samstag, 12 August, findet von 10 bis 16 Uhr im Freizeitzentrum Steinakirchen eine Typisierungsaktion statt.

Die Eltern mit ihren Kindern, Max (3), er braucht dringend Hilfe, Benedikt (2) und Leonhard (4). Bei der Stammzellen-Typisierungsaktion am 12. August auf der Freizeitanlage in Steinakirchen kann die Chance von 10 bis 16 Uhr genutzt werden, um nicht nur das Leben von Max zu retten, sondern auch das vieler anderer Leukämie-Erkrankter.  |  privat

Max, 3 Jahre alt, leidet an einer sehr seltenen Erbkrankheit. Septische Granulomatose nennt sie sich und sie endet ohne Behandlung tödlich. Der 31-jährige Manuel Haselsteiner, Obmann des Vereins Sirius, wurde auf diesen Fall aufmerksam und will dazu beitragen, dass ein passender Stammzellenspender für den kleinen Max gefunden wird.

In ganz Österreich werden Typisierungsaktionen veranstaltet – auch in Steinakirchen. Jede Person, die zwischen 17 und 45 Jahren alt, gesund und mindestens 50 Kilogramm schwer ist, kann potenzieller Lebensretter werden. „Bei der Typisierungsaktion müssen die Teilnehmer zu Beginn einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, bei dem Krankheiten ausgeschlossen werden und festgestellt wird, ob man überhaupt zum Spenden geeignet ist. Die Drei-Milliliter-Blutprobe wird dann in eine weltweite Datenbank aufgenommen“, erklärt Haselsteiner.

Am Samstag, 12. August, findet beim Freizeitzentrum in Steinakirchen die Typisierungsaktion statt, bei der pro Person 3 Milliliter Blut abgenommen werden, um den Gewebetyp feststellen zu können. Ob man zum Spenden geeignet ist, erfährt man nicht. „Erst wenn die konkrete Möglichkeit besteht, jemandem helfen zu können, wird man kontaktiert, um eventuelle weitere Schritte zu besprechen“, erläutert Haselsteiner.

„Jeder, der eine Familie hat und versucht, sich in die Situation von Betroffenen hineinzuversetzen, muss eigentlich am Samstag anwesend sein, um die Chance auf die Heilung einer schweren Krankheit zu steigern!“, appelliert Haselsteiner. „Wir sind für 2000 Leute gerüstet und ich hoffe natürlich, dass so viele Menschen wie möglich anwesend sein werden.“

„Jeder der es versucht, sich in die Situation der Familie hineinzuversetzen, muss eigentlich kommen!“Manuel Haselsteiner, Initiator der Atkion

Manuel Haselsteiner hat seine soziale Ader beim Zivildienst endeckt und arbeitet jetzt beim Roten Kreuz. „Meine Motivation zu dieser Aktion ist, dass ich Förderungsbedarf feststellte – somit nahmen wir es selbst in die Hand.“