Erstellt am 22. März 2016, 05:04

von Christian Eplinger

Straßenverlegung statt Schrankenanlage. Bürgermeisterin Christine Dünwald will sich in Saffen beim Bahnhof eine Schrankenanlage ersparen, dafür Straße verlegen.

Geht es nach ÖVP-Bürgermeiserin Christine Dünwald, soll dieser Bahnübergang beim Bahnhof in Saffen aufgelöst, die Gemeindestraße (hier rechts im Bild) auf die linke Seite der Bahn verlegt und der EVN-Masten (hier links im Bild) auf der anderen Seite der Bahn neu errichtet werden. Am 31. März wird sie diese Vorgehensweise dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorlegen.  |  NOEN, Christian Eplinger

Die tödlichen Unfälle bei Eisenbahnkreuzungen der Erlauftalbahn im Vorjahr haben eine rege Diskussion über Bahnübergänge ausgelöst. Diese werden jetzt von den ÖBB, aber auch den Gemeinden genau unter die Lupe genommen. „Wir schauen uns jeden unserer 16 Übergänge in der Gemeinde genau an und prüfen, welche eventuell aufgelassen werden können und welche wir besonders absichern müssen“, erklärt Christine Dünwald.

"Bahnübergang könnte aufgelassen werden"

Dabei hat sich in Saffen jetzt eine besondere Möglichkeit ergeben. „Die EVN erneuert die Leitung nach Gresten. Dadurch könnten wir den EVN-Masten beim Bahnhof in Saffen verlegen und dort die Straße herüber der Bahn weiterführen, wodurch ein Bahnübergang aufgelassen werden könnte. Die Grundbesitzer wären nach längeren Verhandlungen zu einem Tausch bereit. Diese einmalige Chance sollten wir auf alle Fälle nutzen“, sagt Bürgermeisterin Christine Dünwald und hofft in der Gemeinderatssitzung am 31. März auf einen entsprechenden Beschluss.

Die Gemeinde würde sich dadurch die Sicherung einer Bahnkreuzung ersparen. Beim Bahnübergang bei der Firma Dollfuss muss bis Oktober ohnehin eine Schrankenanlage kommen. Diese ist bescheidmäßig verhandelt. „Die Grundablöse und die Baumaßnahmen sind noch immer billiger als die Sicherungsmaßnahmen für einen zweiten Bahnübergang“, sieht Dünwald nicht nur einen positiven Sicherheitsaspekt, sondern auch einen wirtschaftlichen Vorteil für die Gemeinde.