Scheibbs

Erstellt am 20. Oktober 2016, 05:00

von Karin Katona

Countdown des Grauens in Scheibbs. Agatha Christies Kriminalstück „Und dann gabs keines mehr“ ist ein ungemein spannungsgeladenes Mörderspiel. Zehn Menschen in einer verlassenen Villa – und plötzlich ...

Bühnenbauer Walter Ernst, Regisseurin Christina Meister-Sedlinger, Gerhard Zulechner (Bühnenbild/Technik) und Produktionsleiter Raimund Holzer (von links) fiebern der Premiere am 4. November entgegen.  |  NOEN, impuls.kultur

Es war eines der erfolgreichsten Bücher der britischen Star-Autorin: „Zehn kleine Negerlein“, 1939 erschienen und vor einigen Jahren mit dem politisch korrekten Titel „Und dann gabs keines mehr“ neu aufgelegt, ist auch heute noch erfolgreich – ob als Buch, auf der Bühne oder als Film.

"Absolut spannendes Christie-Stücke"

„Es ist eines der absolut spannendsten Christie-Stücke, die es gibt – und so nebenbei das mit den meisten Leichen“, lächelt Regisseurin Christina Meister-Sedlinger, die mit dem Schauspiel Scheibbs vor einem halben Jahr zu proben begonnen hat. Das Stück steigere sich von Akt zu Akt, sagt Meister verschmitzt, und die Schauspieler müssen mit so viel Spannung spielen, „dass sie dem Publikum den eigenen Herzschlag aufdrängen!“

Um diese Spannung auf der Bühne aufbauen und halten zu können, sei natürlich enorm viel Probenarbeit nötig, schildert die ORF NÖ-Moderatorin. „Dieser Krimi lebt von den total unterschiedlichen Charakteren und dem schon angesprochenen Spannungsaufbau von Akt zu Akt, wo die Kunst der Schauspieler darin besteht, die Spannung zu halten und dem Publikum richtiggehend Angst zu vermitteln. Und der völlig überraschende Schluss ist natürlich auch ein entscheidender Faktor.“

"Schon viele Karten vergriffen"

Technik-Chef Gerhard Zulechner hat sich heuer wieder ein ganz besonderes Bühnenbild ausgedacht, „da wird aber nichts verraten“, schmunzelt der technische Angestellte. Die Schwierigkeit sei immer wieder, etwas Robustes zu schaffen („Die Schauspieler sind ja manchmal durchaus rustikal.“), aber trotzdem auf den Bühnenraum zu achten. „Bei der Generalprobe ist dann immer ein wenig Angst dabei. Aber bisher hat immer alles gehalten“, will Zulechner keine Ausstattungs-Details preisgeben und die Besucher überraschen.

Apropos Besucher: Nachdem der Vorverkauf schon am 1. Oktober begonnen hat und „der Theaterherbst beinahe zu einer Institution geworden ist, die viele Schauspielfreunde nicht versäumen möchten, sind schon viele Karten vergriffen“, sagt Produktionsleiter Raimund Holzer. Vor allem die Premiere wird bald ausverkauft sein, schätzt Holzer. Letztlich wird an der Abendkasse auch heuer wieder kein Ticket mehr zu haben sein – aber noch gibt es Karten, siehe Vorverkaufstermine unten