Erstellt am 01. Januar 2016, 05:03

von Christian Eplinger

Töpperschloss: Segeldach für Innenhof. Seit der Vorwoche ist es fix: Innenhof wird überdacht, für Gastronomie wird ab Anfang April ein fixer Betreiber gesucht.

Eisenstraße-Obmann und NIG-Geschäftsührer Andreas Hanger (Bild ) sowie Architekt und Eisenstraße-Mitarbeiter (Projektleiter Co-Working Space) Joseph Hofmarcher freuen sich, dass mit der Segeldach-Lösung eine wetterfeste Konstruktion für den Innenhof des Töpperschlosses gefunden wurde.  |  NOEN

Eine Hochzeit im traumhaften Ambiente des Töpperschlosses Neubruck und gefeiert wird im Innenhof. Schön – aber was, wenn das Wetter nicht mitspielt? Diese Frage stellten sich auch die Verantwortlichen der Neubruck Immobilien GmbH (NIG). Seit der Generalversammlung am Montag der Vorwoche steht es fest: Der Innenhof bekommt ein wetterfestes Segeldach.

„Es gab einige Varianten, aber letztendlich haben wir uns in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt und aus Kostengründen für die Segeldachlösung entschieden“, erläutert NIG-Geschäftsführer Andreas Hanger im NÖN-Gespräch.

Eine Lösung die vom freischaffenden Architekten und Eisenstraße-Mitarbeiter Joseph Hofmarcher entworfen wurde und Platz für 128 überdachte Sitzplätze samt Bühne bietet. „Die Überdachung ist demontierbar und soll immer nur von Mai bis Oktober zum Einsatz kommen. Gleichzeitig wird auch der Boden eingeebnet.“ Die Umbauarbeiten sollen bis Mitte April abgeschlossen sein, sodass die erste von für 2016 sechs fix gebuchten Hochzeitsgesellschaften im Mai schon unterm Segeldach feiern kann.

Gastronomie: Betreiber mit Ideen gesucht

Bis dahin sollte auch ein fixer Gastronom die Küche im Töpperschloss betreiben. „Wir suchen einen fixen Betreiber für die Veranstaltungsgastronomie, der aber auch durchgehend offen haben könnte. Da lassen wir dem künftigen Betreiber einen großen Spielraum. Jeder kann sich mit Ideen und Konzepten einbringen“, erklärt Hanger.

x  |  NOEN, Montage: Hofmarcher
Insgesamt umfasst der Gastrobereich 342 m (dazu kommen die 280 m Innenhoffläche) und ist um 4.106,16 Euro pro Monat zu pachten. Die Küche wird derzeit gerade adaptiert und neu ausgestattet. Finanziert werden die Umbauarbeiten über die noch freien Mittel der Gesamtsanierung des Schlosses.

„Wir haben beim Umbau die veranschlagten Kosten von 6,5 Millionen Euro um 250.000 Euro unterschritten. Dieses Geld können wir jetzt für die Standortentwicklung einsetzen“, erläutert Hanger.

Ein Lockmittel für einen Gastrobetreiber könnten auch die bereits im Schloss fixen Mieter (Eisenstraße, Mostviertel Tourismus und Norwin Handels GesmbH) mit knapp 20 Mitarbeitern sein. Auch für den Co-Working-Space gibt es schon die ersten drei fixen Zusagen. „Bis Jahresende hoffen wir auf rund zehn Co-Worker im Schloss und auch eine gute Auslastung der mietbaren Besprechungs- und Seminarräume“, erklärt Joseph Hofmarcher.