Erstellt am 28. September 2015, 17:47

von Christian Eplinger

Transitquartier: Wirtschaftshof St. Pölten als Vorbild. Beim Roten Kreuz und bei der Caritas stellt man die Weichen für Versorgung der Flüchtlinge im Transitquartier Wieselburg.

Im Flüchtlings-Notquartier im Wirtschaftshof St. Pölten läuft seit zwei Wochen die Versorgung der Heimatvertriebenen über die Caritas und die Rettungsorganisationen hervorragend. „Das Zusammenspiel ist wichtig. Es geht nur gemeinsam“, weiß Caritas-Sprecher Karl Lahmer. Foto: Caritas  |  NOEN, Caritas

Die Facebook-Seite der Caritas St. Pölten ist derzeit viel besucht. Dort laufen seit zwei Wochen alle Fäden für die Sachspenden-Logistik und Freiwilligenarbeit für das Flüchtlings-Notquartier im Wirtschaftshof St. Pölten zusammen.



„Wir koordinieren über unsere Facebook-Seiten alle Spenden und auch die Freiwilligenarbeit. Die Hilfsbereitschaft ist sehr groß. Ganz schlimm ist es allerdings, wenn das nicht koordiniert und gesteuert wird“, schildert Caritas-Sprecher Karl Lahmer.

Für die Aktualisierung der FB-Seite ist von 7 bis 21 Uhr immer ein Mitarbeiter abgestellt. „So kann prompt auf jegliche Anfrage oder Veränderung reagiert werden“, weiß Lahmer.

In St. Pölten, wo im Wirtschaftshof in den letzten Wochen schon über 1.000 Flüchtlinge ein Notquartier fanden, funktioniert dies fast klaglos. Die Caritas verwaltet dort derzeit einen Pool von 350 Freiwilligen, die zu verschiedenen Zeiten zu verschiedenen Aufgaben wie Essensausgabe oder Spenden-Annahme herangezogen werden können. Bezüglich der Sachspenden gibt es auf der Facebook-Seite immer konkrete Aufrufe.

Nur gezielte Spenden machen auch Sinn

„Wir müssen gezielt um gewisse Spenden bitten, sonst ersticken wir in den Kleiderbergen. Da arbeiten wir gerade in St. Pölten sehr gut mit den Einsatzorganisationen vom Roten Kreuz und ASBÖ zusammen. So ähnlich sollte es dann auch in Wieselburg ablaufen“, sagt Karl Lahmer.

Derzeit sind im Wirtschaftshof St. Pölten zwei bis drei hauptberufliche Caritas-Mitarbeiter immer vor Ort. Zwei bis drei sollten es dann ab Dienstag auch in Wieselburg sein.

Hier wird vor allem das Rote Kreuz die Betreuungsdienste übernehmen. Gemeinsam mit den Soldaten des Jägerbataillon Amstetten werden am Dienstag zumindest 400 Feldbetten in den Messehallen in Wieselburg aufgebaut

„Wir haben den Auftrag dass wir dieses Transitquartier in Wieselburg betreuen sollen, von unserer Landesdienststelle am Wochenende definitiv bekommen. Offen ist nur, ob für das Essen unsere Feldküche aufgebaut wird oder jene der Kaserne Amstetten“, schildert Rot Kreuz-Bezirkskommandant Franz Aspalter.

RK: Viele melden sich schon für Zusatzdienste

Dass die Betreuung des Transitquartiers in Wieselburg vor allem auf längere Sicht auch sehr an die Personalreserven gehen wird, ist Aspalter bewusst. Dennoch ist er stolz, dass sich schon jetzt sehr viele Rot Kreuz-Mitarbeiter zu Zusatzdiensten gemeldet haben.

Für die Koordination der Freiwilligen und Warenspenden in Wieselburg hat auch das Scheibbser Rote Kreuz schon eine eigene Hotline eingerichtet, die täglich von 14 bis 16 Uhr besetzt ist. Mit der Caritas will man sich am Montag noch absprechen, wie die Koordination am besten funktionieren kann.


Freiwillige & Spenden

  • Die Hotline des Roten Kreuzes für das Transit-Notquartier in Wieselburg: ( 059144/68088.

  • Die Facebook-Seite der Caritas der Diözese St. Pölten erreichen Sie unter:  www.facebook.com/CaritasStPoelten

  • Weitere Infos gibt es auch unter  www.caritas-stpoelten.at/aktuell/ aktuelle-spendenaufrufe/fluechtlinge/