Erstellt am 21. Dezember 2015, 09:18

von Christian Eplinger

Über das normale Maß hinaus. Gymnasium Wieselburg setzt auf Förderung der Talente der Schüler. Weg von der Fehlerkultur hin zum Aktivieren der individuellen Stärken. Einzelne steht dabei im Mittelpunkt.

Bei der Präsentation der Begabtenförderung NEU im BG/BRG Wieselburg, von links: Direktorin Sigrid Fritsch, Präsident Johann Heuras, die Schüler Marvin Hofschweiger und Nadine Heimberger, Michaela Gutsjahr, Schauspieler Stefan Fleming, Bernhard Weingartner von der TU Wien sowie Schulreferent Friedrich Losek, Gottfried Müllschitzky und die Bürgermeister Günther Leichtfried und Karl Gerstl.  |  NOEN, Christian Eplinger
Das BG/BRG Wieselburg beschreitet auf dem Weg der Talenteförderung einmal mehr eine Vorreiterrolle. Nicht nur, weil es seit dem Schuljahr 2012/13 die Modellklassen Hochbegabung (MHB) gibt – heuer übrigens bereits die erste Oberstufenklasse, da die vierjährige Unterstufe ja in nur drei Jahren absolviert wird. Auch in den Regelklassen setzt man im Gymnasium auf die Förderung der individuellen Talente der Schüler.

„Personenbezogen und individuell fordern und fördern und das in einem sozial veranwortungsbewussten Kontext“, definiert Direktorin Sigrid Fritsch die Ziele der Begabtenförderung NEU am Gymnasium Wieselburg. In der Vorwoche lud man zur Präsentation des Konzepts.

Sechs Talenteförderkurse für Unter- und Oberstufe

„Wir bieten heuer bereits sechs Talenteförderkurse für Unter- und Oberstufe an. Von den Intensiv-Fremdsprachenkursen in Französisch und Englisch über Kreatives Schreiben und Poesie bis hin zu Information und Kommunikations- beziehungsweise Prästentationskurse“, schildert Michaela Gutsjahr, Koordinatorin der Begabtenförderung am BG/BRG Wieselburg. Für das Schuljahr 2016/17 sind sogar vier weitere Talenteförderkurse, unter anderem zwei naturwissenschaftlicher, geplant.

Dabei nehmen sich die Kinder aus dem normalen Vormittagsunterricht heraus – diesen Stoff müssen sie natürlich in Eigenregie nachholen – und besuchen die Talenteförderkurse. „Das Engagement, die Motivation und die Freude bei Schülern und Lehrern ist enorm. Wir sind am richtigen Weg, orientieren uns an den Stärken der einzelnen Schüler und gehen weg von einer Fehler- und Defizitkultur“, erklärt Gutsjahr.

„Das Gymnasium beschreitet hier eine ganz wichtige Vorreiterrolle. Dabei ist das für alle Seiten mit Mühen und Anstrengungen verbunden. Denn Talente zu fördern heißt auch, über das normale Maß hinaus etwas leisten zu wollen. Aber genau das ist es, was Schule in Zukunft ausmachen wird. Hier wird Humankapital gefördert“, zeigt sich auch Landesschulratspräsident Johann Heuras von der Begabtenförderung am BG/BRG Wieselburg begeistert.