Gresten , Blindenmarkt

Erstellt am 02. August 2016, 11:00

von Daniela Führer

Grestner Kleinkind erholte sich rasch. Kleinkind, das an Alufolie geleckt hatte, wurde entlassen. Ärzte schlossen Drogen als Vergiftungsgrund aus.

 |  Schlemme

Es ist ein Albtraum für Eltern, der sich am Montag der Vorwoche gegen 9 Uhr am nördlichen Ufer des Ybbsflusses, nächst der Ybbsbrücke in Günzing, ereignet hatte. Ein 22 Monate altes Kleinkind aus Gresten spielte laut Angaben der 31-jährigen Mutter mit Steinen, als es plötzlich eine Alufolie in Händen hielt, die es ableckte.

Die Mutter nahm dem Kind die Folie sofort aus der Hand und versuchte noch, die im Mund des Kindes befindliche Substanz heraus zu bekommen, was ihr aber nicht mehr gelang. Daraufhin traten bei dem Kleinkind Vergiftungserscheinungen auf, es habe sich plötzlich wesensverändert verhalten, weite Pupillen bekommen und komisch gezuckt, erklärte die Mutter, die sofort die Rettung verständigt hatte.

"Auf sämtliche Substanzen negativ getestet"

Das kleine Mädchen wurde daraufhin mit dem Rettungshubschrauber ins Landesklinikum Scheibbs gebracht, dann weiter in die Kinderabteilung des Landesklinikums Amstetten und schließlich in die Kepler Universitätsklinik in Linz. Ein anfänglicher Verdacht der Ärzte, das Kind könnte womöglich Drogenreste geschluckt haben, stellte sich als falsch heraus. „Wir haben es auf sämtliche Substanzen negativ getestet. Das Kind hat sich auch rasch wieder erholt“, gab der Sprecher der Uniklinik Linz, Clemens Kukacka, gegenüber der NÖN an.

Bereits am Dienstagabend wurde das kleine Mädchen auch wieder entlassen. „Es geht ihr schon wieder viel besser“, teilte der Opa der Kleinen auf Anfrage der NÖN mit. Was die Ursache für die plötzliche Erkrankung des Kindes gewesen sein könnte, dürfte ein Rätsel bleiben. „Es könnten unzählige Ursache sein, etwa eine allergische Reaktion, ein externer Einfluss oder auch eine Überinterpretation. Wir haben das Kind auf jeden Fall rasch wieder als gesund empfunden und es daher entlassen können“, sagte der Linzer Klinikum-Unternehmenssprecher Kukacka.

Alufolie konnte nicht sichergestellt werden

Die Alufolie selbst konnte nicht sichergestellt werden. Die Mutter hatte sie in Panik weggeworfen und sie war später nicht mehr auffindbar. Ermittlungen der Polizei seien nach wie vor aufrecht, teilte die Landespolizeidirektion am Montag mit.