Scheibbs

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:00

von Claudia Stöcklöcker

Scheibbs: Pädophiler verging sich an Sechsjähriger . Süßigkeiten und Spielsachen versprach 47-Jähriger und forderte Abscheuliches. Urteil: Vier Jahre Gefängnis und Einweisung.

NOEN

„Er hat dem Kind Süßigkeiten und Spielsachen gekauft, um es damit zu erpressen. Es war aus general- und spezialpräventiven Gründen mit einer empfindlichen Strafe vorzugehen“, sagt Vize-Gerichtspräsidentin Andrea Humer im Prozess gegen einen 47-Jährigen aus Scheibbs.

25 Mal binnen eines Jahres

An einer Sechsjährigen vergriff sich der Mann wie berichtet 25 Mal binnen eines Jahres. Für Gerichte ist er kein Unbekannter, wegen Kindesmissbrauchs war er bereits schuldig gesprochen worden. Wegen schweren sexuellen Missbrauch, sexuellen Missbrauchs und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses muss er nun vier Jahre ins Gefängnis. Der Täter wird in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

„Extrem hohe Gefährlichkeit“

Laut Opferanwältin Ulrike Koller habe der Mann bewusst die Familie des Kindes ausgewählt, sich dann penetrant als Freund der Familie angebiedert und das Mädchen in eine Abhängigkeit gebracht. Trotz deutlicher Zurückweisungen vonseiten des Kindes sei er immer wieder zudringlich geworden.

Psychiater Richard Billeth attestiert dem Angeklagten aufgrund dessen Persönlichkeitsstörung eine „extrem hohe Gefährlichkeit“. Engmaschige Betreuung sei daher unbedingt notwendig, weil mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gefahr bestehe, dass der 47-Jährige auch in Zukunft seine pädophilen Neigungen an kleinen Mädchen ausleben werde.