Erstellt am 17. November 2015, 05:03

von NÖN Redaktion

Wang neue Heimat für afghanische Familie. Die Initiative „Willkommen Mensch!“ konnte nun bereits die zweite Flüchtlingsfamilie beherbergen - in Wang.

Hießen die Familie Khanjeri aus Afghanistan in Wang willkommen, von links: Pfarrer Hans Lagler, Christoph Heinreichsberger, Helga Baumann, Zabiulla Azizzi, die Familie Khanjeri und Vera Ginner.H.  |  NOEN, Perteneder/privat

Die Flüchtlingsinitiative der Pfarre Steinakirchen "Willkommen Mensch!... in Steinakirchen“ hat beschlossen, nun auch einer zweiten Flüchtlingsfamilie, die bis dato in einer Halle mit 200 Personen in Wien untergebracht gewesen ist, einen erfolgreichen Neustart in Wang zu ermöglichen.

Da in Wang im Zuge eines Gemeinderatsbeschlusses bereits im September entschieden worden war, eine leerstehende Gemeindewohnung einem Flüchtlingsprojekt zur Verfügung zu stellen, konnte die Quartierfrage in relativ kurzer Zeit gelöst werden.

Viele engagierte Unterstützer

Nun zeigt man sich erfreut über die große Offenheit und Kooperationsbereitschaft, die in Wang spürbar ist: So hat sich ein Kreis von engagierten Unterstützern gebildet, die sich zur Initiative „Willkommen Mensch!... in Wang“ zusammenschlossen und Familie Khanjeri aus Afghanistan am 7. November gemeinsam mit Pfarrer Hans Lagler und dem geschäftsführenden Gemeinderat Erich Kogler einen herzlichen Empfang bereitet hat.

Mit der Integrationsarbeit wird keine Zeit verloren: Bereits in der ersten Woche standen eine Vielzahl von Terminen – bei Ämtern, Schulen und Behörden – am Programm, bei denen das Betreuungsteam die Familie unterstützte.

Ziel ist es, Familie Khanjeri, deren jüngstes Mitglied ein erst 15 Monate altes Baby ist, so rasch als möglich zur relativen Selbstversorgung und wirtschaftlichen Unabhängigkeit anzuleiten. Wangs reges Vereinsleben soll im sozialen Bereich bei der Integration helfen.

Ein Problem bleibt für die Familie die Nahversorgung in Wang – Fahrgemeinschaften zu den nächsten Geschäften in Steinakirchen oder Randegg sollen aber gebildet werden.