Lunz am See

Erstellt am 29. August 2016, 15:02

Der Lunzer See im Wandel der Zeit. Lunzer See wird trüber und grüner. Forscher geben am Tag der offenen Tür Einblick.

Der WasserCluster Lunz am See lädt am Freitag und Samstag (2. und 3. September) zum Tag der offenen Tür. Am Freitag gibt es um 18 Uhr Vorträge über den Lunzer See im Wandel der Zeit von Martin Kainz und Robert Ptacnik sowie um 20 Uhr von Hannes Hager (Wohin mit dem Lunzer Wetter?) und von Gabriele Weigelhofer über Kooperationsprojekte des WasserClusters mit Schulen der Region.  |  www.weinfranz.at

Dass der Lunzer See nicht mehr so ist, wie er einmal war, fällt See-Kennern schon seit geraumer Zeit auf. Auch die Forscher des WasserClusters Lunz haben sich in den letzten Jahren intensiv mit den Veränderungen des Sees auseinandergesetzt und folgende Schlüsse gezogen: Die Trübung des Wassers ist vor allem auf die erhöhte Algenbiomasse zurückzuführen. Im Lunzer See blühen sogenannte Goldalgen, mikroskopisch kleine Algen, die den modrig-fischigen Geruch verursachen, der über dem See hängt. Für Menschen und Tiere sind die Algen jedoch völlig harmlos.

Dass aber mehr Algen blühen, hängt wahrscheinlich mit der veränderten Fischgemeinschaft zusammen. Die Zahl von Rotfedern und anderen karpfenartigen Fischen ist angestiegen, was zur Abnahme des Zooplanktons führte, das die Algen fressen würde. Der Nährstoff für das Algenwachstum in Seen ist Phosphor und die Phosphorkonzentration im Lunzer See zeigt in der Tat eine deutliche Zunahme seit 2010.

Jedoch liegt das Wasser nach wie vor im oligotrophen Bereich, das heißt, der See gilt als sehr sauber. Als Ursachen für den Phosphoranstieg kommen mehrere Faktoren in Frage. Zum einen das Absterben größerer Waldflächen im Gebiet des Scheiblingsteins und in der Durchlass-Alm zwischen 2010 und 2014, was zur Freisetzung von Nährstoffen im Boden führte und die Gefahr von Bodenerosion erhöhte. Zum anderen gab es vor allem zwischen 2014 und 2016 zeitweise hohen Niederschlag in Verbindung mit Bodenerosion.

Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es am Tag der offenen Tür des WasserClusters.