Erstellt am 04. April 2016, 09:48

von Christian Eplinger

Wenn am Hochkar der Schnee schmilzt. Ende des Skibetriebes am Hochkar, Beginn der Wandersaison in der Wasserlochklamm.

 |  NOEN, Christian Eplinger

Mit tollen Bedingungen und nochmals rund 3.000 Skigästen ging am Samstag und Sonntag die Skisaison am Hochkar endgültig zu Ende. Eine Saison, mit der man sich bei den Hochkar Bergbahnen durchaus zufrieden zeigt.

„Es war zwar eine schwierige Saison, aber wir waren eines der wenigen Skigebiete in Ostösterreich, das seit 28. November einen durchgehenden Skibetrieb mit mehreren Liftanlagen garantieren konnte. Einzig das Wetter in den Ferien spielte nicht immer ganz nach Wunsch mit. Dennoch rechne ich mit einem Plus von rund 20 Prozent bei den Gästeeintritten“, sagt Hochkar-Bergbahnen-Geschäftsführer Rainer Rohregger im NÖN-Gespräch. Nun ist kurz Zeit zum Durchschnaufen. Am 26. Mai beginnt am Hochkar – so wie auch am Ötscher – dann wieder der Sommerbetrieb.

Bereits mit vergangenem Freitag startete man im benachbarten Palfau die Wandersaison. „Wir haben alles rechtzeitig fertiggebracht und konnten die Wasserlochklamm am Freitag freigeben. Das ist insbesonders jetzt eine Freude, weil das Schmelzwasser vom Hochkar für ein tolles Naturspektakel und spektakuläre Wasserfälle sorgt“, erklärt Andreas Danner, Geschäftsführer des Tourismusvereines Göstlinger Alpen.

Fünf Wasserfälle, enge Canyons und 800 Stufen

Fünf imposante Wasserfälle mit einer Höhe von 22 bis 39 Metern, schmale Canyons, enge Steige mit 800 Stufen und ein traumhafter Ausblick über das Salzatal erwarten die Besucher, die über die Salza-Hängebrücke in die Klamm einsteigen.

Die Aufstiegzeit beträgt rund eineinhalb Stunden. Festes Schuhwerk und eine gute körperliche Verfassung sind Voraussetzung, um das Naturerlebnis der Riesenkarstquelle des Palfauer Wasserlochs zu entdecken. Die mächtige Quellhöhle, die vom Hochkar gespeist wird, überwölbt einen tiefen Siphonsee, der sich in unregelmäßigen Abständen je nach Jahreszeit und Witterung in Schüttungen von bis zu fünf Kubikmetern pro Sekunde in die Klammtiefen ergießt.