Wieselburg

Erstellt am 28. Mai 2017, 05:00

von Christian Eplinger

20.000 Tonnen Bioabfall pro Jahr. Geschäftsführer der Gemeinde-Umweltverbände Niederösterreichs tagten in Wieselburg. Eine Exkursion führte sie zur Kompostieranlage von Hubert Seiringer.

Hubert Seiringer (rechts) präsentiert den Umweltverband-Geschäftsführern das hochwertige Endprodukt der Kompostierung, die Biogartenerde.  |  Eplinger

Am Donnerstag und Freitag tagten die Geschäftsführer der Gemeinde-Umweltverbände Niederösterreichs in Wieselburg. Neben dem Erfahrungs- und Informationsaustausch gab es auch eine Exkursion zur Kompostieranlage der Firma Seiringer in Krügling.

1991 hat Hubert Seiringer mit der Kompostierung von rund 1.000 Tonnen Bioabfall begonnen. Mittlerweile werden am Kaninghof 20.000 Tonnen Bioabfall aus den Bezirken Scheibbs, Melk und teilweise Amstetten alljährlich zu rund 15.000 m hochwertigem Kompost, Rasenerde oder Biogartenerde verarbeitet. Die Sammelmenge alleine aus dem Scheibbser Bezirk ist dabei konstant im Steigen.

„Der Bioabfall gehört raus aus dem Plastiksackerl“

Waren es vor fünf Jahren nur 3.148 Tonnen Bioabfall allein aus dem Scheibbser Bezirk, so wurden im Jahr 2016 schon 3.494 Tonnen aus dem Scheibbser Bezirk verarbeitet. Das Problem ist, dass auch die Störstoffentwicklung überproportional zunimmt, weshalb alle Seiten auch an die Bevölkerung appellieren: „Der Bioabfall gehört raus aus dem Plastiksackerl“, betont der Scheibbser GVU-Geschäftsführer Johann Wurzenberger.

Begeistert zeigten sich die Verbandsgeschäftsführer aber von den technischen Entwicklungen und den Zukunftsplänen von Hubert Seiringer. Derzeit wird in Mumbai gerade die erste Ausbaustufe der größten Kompostieranlage Asiens (250.000 Tonnen Jahresvolumen in der ersten Ausbaustufe) mit Technik aus Wieselburg-Land errichtet.

"Investieren in Machbarkeitsstudie"

Und auch in Krügling tüftelt man schon wieder an innovativen, neuen Projekten. „Wir investieren derzeit gerade in eine Machbarkeitsstudie bezüglich wirtschaftlicher Biogasverwertung. Energiepolitisch ist das ein überaus interessantes Thema“, betont Hubert Seiringer. Bis Ende 2017 soll geklärt sein, ob dieses Projekt weiterverfolgt werden kann.