Erstellt am 30. September 2015, 21:32

von Christian Eplinger

Heute Abend kommen nächsten Flüchtlings-Busse. Die Mitarbeiter der Messe, des Roten Kreuzes, Bundesheers und der Caritas bereiteten sich bereits auf den zweiten intensiven Abend vor. 308 Flüchtlinge werden die Nacht im Transitlager verbringen.

Beate Schneider, Caritas Direktor Friedrich Schuhböck, Heidi Blauensteiner und Walter Reiterlehner bei der Sachspenden-Ausgabestelle im Transitlager in Wieselburg. »Punkto Kleidung sind wir aktuelle bestens ausgestattet und derzeit voll«, weiß Reiterlehner.  |  NOEN, Christian Eplinger

Update: 308 Flüchtlinge übernachten in Wieselburg

308 Flüchtlinge verbringen die heutige Nacht im Transitlager in Wieselburg. „Es ist wieder alles sehr geordnet abgelaufen – im Prinzip so wie gestern, nur dass wir Kleinigkeiten noch verbessert haben“, berichtet Franz Aspalter. Die sechs Flüchtlingsbusse kamen alle aus Nickelsdorf. Morgen vormittags soll die Reise der Flüchtlinge weitergehen Richtung Deutschland. „So wie auch heute wissen wir aber noch nicht genau wann. Zum Glück sind unsere Helfer und auch das Bundesheer da sehr flexibel. Das hilft uns enorm“, betont Aspalter.
 

NÖN.at hatte berichtet:

Ab 18 Uhr sind die nächsten Flüchtlingsbusse angekündigt. Wie viel kann derzeit noch niemand genau sagen. „Wann sie wirklich kommen, wissen wir aber derzeit nicht genau. Wir sind aber sicher noch besser darauf vorbereitet als gestern, weil wir aus den Erfahrungen von gestern gelernt und einige Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt haben“, weiß Walter Reiterlehner von der Caritas.

Deren Spendenlager bei der AWÖ im Gewerbepark Haag (Gemeinde Wieselburg-Land) ist mittlerweile zumindest was die Kleidungsstücke betrifft voll. „Bedarf haben wir noch bei Sanitärartikel, aber da ist es am besten sich über unsere Facebook-Seite zu informieren“, sagt Reiterlehner. Die Spenden-Abgabestelle ist täglich von 7.30 Uhr bis 18 Uhr besetzt.

Dolmetscher weiter gesucht

 Auch viele Freiwillige haben sich bereits gemeldet, die bereit sind, Zeit für die Flüchtlingsbetreuung zu opfern. „Einzig arabisch sprechende Dolmetscher könnten wir noch immer mehr benötigen. Da herrscht nach wie vor ein Engpass in der Region. Und gerade diese wären ungemein hilfreich, weil wir sie an allen Ecken und Enden benötigen“, weiß Reiterlehner.

Direktor besuchte Helfer

 Am Mittwochnachmittag stattete auch Friedrich Schuhböck, Direktor der Caritas Diözese St. Pölten, dem Transitlager und dem Spendenlager in Wieselburg einen Besuch ab und überzeugte sich vor Ort über den aktuellen Stand. „Es ist eine Freude und ein gutes Zeichen, dass sich immer wieder viele Menschen melden, um freiwillig zu helfen oder Sachspenden abzugeben. Diese Menschen haben sehr oft viel durchgemacht und haben unsere Hilfe nötig“, sagt Direktor Schuhböck.

Dusch-Container und WLan

Inzwischen wird auch versucht, die Infrastruktur im Transitlager weiter zu verbessern. So sind Dusch-Container bestellt und auch eine kostenlose WLan-Verbindung soll vor Ort aufgebaut werden. „Bei den Duschcontainern gibt es leider etwas Lieferverzögerungen, weil derzeit scheinbar alle irgendwo im Einsatz sind. Die WLan-Verbindung hoffen wir, in den nächsten Tagen installieren zu können, da die Handyverbindung für die Flüchtlinge oft die einzige Kontaktmöglichkeit mit ihren Familien ist“, erklärt Messe-Geschäftsführer Werner Roher.

Für die nächsten Tage sind weiterhin freiwillige Helfer, Dolmetscher und Sachspenden erbeten. Die Koordination läuft über das Rote Kreuz und die Caritas der Diözese St. Pölten. Alle aktuellen Infos über die benötigten Spenden gibt’s auf der Caritas-Homepage oder auf Facebook ( www.facebook.com/CaritasStPoelten oder www.caritas-stpoelten.at/aktuell/aktuelle-spendenaufrufe/fluechtlinge/ )

Freiwillige, die bei der Flüchtlingsbetreuung oder Spendenübernahme und -verteilung in Wieselburg mithelfen wollen, sollen sich entweder bei der Rot-Kreuz-Hotline unter 059144/68088 melden oder der Caritas-Hotline ein SMS oder eine WhatsApp-Nachricht an 0676/83844334 mit Namen, Wohnort und möglichen Einsatzzeiten schicken. Die Caritas verständigt die Helfer, wenn sie benötigt werden.