Erstellt am 09. April 2017, 19:16

von Nina Pöchhacker

Chancen für Jugend. Im Ambiente des Schlosses Weinzierl stand Außenminister Sebastian Kurz Jugendlichen Rede und Antwort.

„Du vergisst deine Wurzeln nicht und nennst die Dinge beim Namen“, so lauteten die Begrüßungsworte von Landesrat Stephan Pernkopf an Sebastian Kurz am Freitagabend. Die Landjugend und das Forum Land hatten die Diskussionsrunde, moderiert von Christina Meister, mit dem Bundesminister organisiert.

300 Jugendliche kamen nach Weinzierl, um mit Kurz über die Chancen im ländlichen Raum und die Zukunft der EU zu sprechen. Diese sehe er „durchaus positiv“, wenn auch der Fokus geändert werden sollte: „Große Themen wie etwa Verteidigung und Sicherheit müssen europäischer, gemeinsamer gelöst werden und Regelungen über Kleinigkeiten für den ländlichen Raum sollten abnehmen“.

"Senden statt Aufzeigen"

Die Fragen der Zuhörer lagen aber nicht durchgehend im außenpolitischen Bereich. Besonders die Agrar-Sanktionen gegen Russland, Digitalisierung und Bildungspolitik lagen den Jugendlichen am Herzen. Auch die Diskussion selbst war digital geprägt – die Zuhörer stellten ihre Fragen per SMS oder über eine Online-Plattform.

„Wir sehen es ja auch hier: Senden statt Aufzeigen. Digitalisierung verändert, wie wir leben, arbeiten und lernen. Wir brauchen gute Rahmenbedingungen und müssen Bildungseinrichtungen dazu schaffen“, äußerte sich Kurz dazu. Auch Landesrat Pernkopf sah Bildung als wichtigsten Faktor für die Jugend und sprach sich stark für einen agrarischen Fachhochschulstudiengang am Francisco Josephinum aus.