Erstellt am 02. März 2016, 05:04

von Christian Eplinger und Walter Fahrnberger

Wieselburg wird die Giebelkreuz-Zentrale. Ende April sollen Raiffeisenbanken Region Eisenwurzen und Region Melk zur „Raiba Mittleres Mostviertel“ verschmelzen. Gremien gaben grünes Licht.

Die Bankstelle in Wieselburg soll der Sitz der neuen Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel werden. Verwaltungsbereiche gibt es aber auch in Pöchlarn und Scheibbs.  |  NOEN, Eplinger
Im Sommer 2015 haben die Sondierungsgespräche zwischen den beiden Raiffeisenbanken „Region Eisenwurzen“ und „Region Melk“ begonnen. Mittlerweile nimmt die Fusion Formen an. Stimmen die Gremien Ende April zu, würde somit eine der größten Raiffeisenbanken Österreichs entstehen.

„Ziel der Fusion der beiden Banken ist die Herausarbeitung und Schaffung von Vorteilen für unsere Kunden und unsere Region“, betonen die Geschäftsleiter Leopold Grubhofer, Kurt Moser, Eduard Neumayer und Johann Vieghofer, die alle vier auch in der neuen Bank diese Funktion einnehmen würden.

Unter eben diesem Fusions-Motto „Gemeinsam Mehrwert schaffen“ fassten die Vorstände und Aufsichtsräte in beiden Häusern die erforderlichen – einstimmigen – Grundsatzbeschlüsse. Bereits jetzt arbeiten die Banken mit dem Ziel „Kosten senken und Regionalität bewahren“ eng zusammen. Auch ein möglicher neuer Name wurde rasch gefunden: „Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel“ würde die Bank heißen, die dann zur größten Raiffeisen-Regionalbank in Österreich mutieren würde.

Letzte Entscheidung liegt bei Mitgliedern

Der Sitz der neuen Bank ist in Wieselburg geplant. Die Verwaltungsbereiche werden auf die Häuser in Pöchlarn, Scheibbs und Wieselburg verteilt. Am 28. April findet die Generalversammlung der Raiffeisenbank Region Melk statt, in der die Zustimmung zum Verschmelzungsbeschluss eingeholt werden soll. Die Delegierten und die Vertreter der Mitglieder sind bei dieser Entscheidung am Wort. In der Generalversammlung der Raiffeisenbank Region Eisenwurzen tags darauf würde nach einem positive Beschluss durch die Regionalräte die Fusion besiegelt werden.

x  |  NOEN
Der Termin für die EDV-Verschmelzung wäre mit 10. Juni geplant. Bis dahin sollen weitere Schritte von den Mitgliedern und Kunden in den Regionalrats-Delegierten-Versammlungen sowie in den Ortssprengelversammlungen besprochen und beschlossen werden.

Apropos Delegierte und Funktionäre. Dabei wird es eine wesentliche Reduktion der Eigentümervertreter geben. „Den notwendigen Anforderungen entsprechend“, sagt Leopold Grubhofer. Derzeit hält die Raiffeisenbank Region Eisenwurzen bei elf Vorständen und 29 Aufsichtsräten, die Raiffeisenbank Region Melk bei zwölf Vorständen und neun Aufsichtsräten. Nach der Fusion sollen es insgesamt nur mehr 25 Funktionäre sein.

Bei den Obmännern und dem Aufsichtsratsvorsitzenden sowie deren Stellvertretern kommt es zu einem „Tauschgeschäft“ der bisherigen Gremien. Während die Region Eisenwurzen mit Harald Wehrberger aus Schwarzenbach den Aufsichtsratsvorsitzenden stellen soll, wird der Obmann von der Region Melk kommen und soll künftig Leopold Gruber-Doberer heißen.

Dem Bürgermeister aus Ruprechtshofen soll mit Herbert Leichtfried als Stellvertreter der jetzige Obmann der Region Eisenwurzen zur Seite stehen. Als Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreter wird Johann Kamleitner aus Pöggstall (Region Melk) vorgeschlagen.

Zahlen & Daten

Eckdaten einer der künftig größten Raiffeisen-Regionalbanken Österreichs: „Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel“:
• 30 Bankstellen
• 277 Mitarbeiter
• 74.000 Kunden
• 34.000 Mitglieder
• Einzugsgebiet aus 5 Bezirken und 48 Gemeinden
• Bilanzsumme: 1,5 Milliarden Euro
• Obmann: Leopold Gruber-Doberer
• Obmann-Stellvertreter: Herbert Leichtfried
• Aufsichtsratsvorsitzender: Harald Wehrberger
• Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreter: Johann Kamleitner
• Geschäftsleitung: Leopold Grubhofer, Kurt Moser, Eduard Neumayer, Johann Vieghofer.