Erstellt am 07. September 2015, 11:34

von Karin Katona und Christian Eplinger

Wildpark Hochrieß: „Unseren Tieren geht es gut“. Rund um die Internet-Petition ist es ruhig geworden. In Hochrieß freut man sich trotzdem – oder gerade deshalb – umso mehr über eine tolle Sommersaison.

Matthias, Ulrike und Josef Distelberger vor dem neuen Fasan-Aufzuchtgehege im Wildpark Hochrieß. Der Besuch im Wildpark war auch im Sommer trotz der Hitze sehr gut. Fotos: Christian Eplinger  |  NOEN, Christian Eplinger
Einen wahren Shitstorm und heftige Anschuldigungen musste die Familie Distelberger, Betreiber des Wildparks Hochrieß, im Mai und Juni vor allem auf diversen Internetplattformen über sich ergehen lassen.

Die deutsche Personal-Trainerin Alexandra Schügerl hatte nach einem Besuch des Wildparks im Mai die Internet-Petition „Schluss mit Tierquälerei im Wildpark Hochrieß“ gestartet und fand auf der Plattform www.change.org über 2.000 Unterstützer.

NÖN.at hatte berichtet:



Die Familie Distelberger wies schon damals alle Anschuldigungen zurück und auch Amtstierarzt Martin Deinhofer konnte die angezeigten „Missstände“ in keiner Weise bestätigen. Seit Mitte Juni war es wieder ruhig um den Wildpark Hochrieß geworden – zumindest im Internet. Denn im richtigen Leben herrscht auf der Hochrieß reger Betrieb. Die Internet-Petition hat dem Geschäft jedenfalls nicht geschadet.

„Wir haben trotz der Hitze einen sehr guten Sommer hinter uns. Seit Ende April sind unsere 30 Drei-SternGästebetten praktisch durchgehend ausgebucht. Wir hatten heuer sicher über zehn Gästeehrungen für besonders treue Urlaubsgäste. Und daneben gab es auch draußen jede Menge zu tun“, schildert Josef Distelberger, der den Betrieb vor 26 Jahren von seinen Eltern übernommen hatte.

Diese hatten Ende der 60er-Jahre mit einem kleinen Skilift und einer Jausenstation begonnen. Seit Mitte der 70er-Jahre gibt es auf der Hochrieß auch den Wildpark, in dem mittlerweile über 40 heimische Tierarten ihr Zuhause haben.

Zwei Söhne werden Betrieb übernehmen

Um- und ausgebaut wird auf der Hochrieß ständig an irgendeinem Eck. Heuer wurde ein neues Fasan-Aufzuchtgehege errichtet. „Natürlich mit genauer Absprache mit dem Amtstierarzt“, lächelt Josef Distelberger. Auch ein eigener Quarantäne-Stall ist im Entstehen.

Dabei ist der Elan heuer besonders groß. Denn im Winter ist für die Hochrieß eine wichtige Zukunftsentscheidung gefallen, wie Ulrike Distelberger der NÖN verrät: „Unsere beiden Söhne Matthias und Philipp werden den Betrieb über kurz oder lang übernehmen. Das freut uns natürlich besonders und motiviert zusätzlich.“

Dass die Umbauten mit der Internet-Petition zu tun hätten, wie Alexandra Schügerl in einem Mail an die NÖN-Redaktion mutmaßt, stimme nicht, betont Josef Distelberger: „All diese Umbauten waren schon vor der Aufregung geplant. Wir haben wegen dieser Frau nichts verändert, versuchen aber ständig, alles zu verbessern. Unseren Tieren geht es gut und die Gäste fühlen sich bei uns wohl.“