Wieselburg

Erstellt am 19. Oktober 2016, 15:47

von Jutta Streimelweger

Herrenlose Güterwaggons krachten gegen Regionalzug!. In Wieselburg (Bezirk Scheibbs) hat sich Mittwochmittag ein schwerer Bahnunfall ereignet.

Laut ÖBB-Sprecher Christopher Seif waren im Bahnhof Randegg (Bezirk Scheibbs) fünf Güterwaggons entrollt. Mitarbeiter vor Ort versuchten noch die Waggons zu stoppen, was allerdings nicht gelang. Feuerwehr, Polizei und Rettung wurden sofort alarmiert.

Waggons rollten über zehn Kilometer weit

In Wieselburg prallten die Waggons gegen den stehenden Regionalzug 7012, der auf dem Weg von St. Pölten nach Scheibbs war und mit 22 Personen plus dem Lokführer besetzt war. Schauplatz des Unfalls war direkt vor dem Betriebsareal der Brauerei Wieselburg bzw. in Nähe des dortigen Bahnüberganges. 

"Wie es dazu kommen konnte, ist nun Untersuchungsgegenstand der Ermittlungen, eine Untersuchungskommission ist vor Ort", berichtet Seif. Laut letzten Informationen wurden 17 Personen medizinisch versorgt. Zehn Leicht- und vier Schwerverletzte wurden in die Landeskliniken Melk, Scheibbs, Amstetten und St. Pölten transportiert (vier Menschen blieben unverletzt und benötigten keine medizinische Versorgung). Auch der Lokführer befindet sich unter den Verletzten.

Auf ihrer rund zehn Kilometer langen, herrenlosen Fahrt, hatten die Waggons auch etliche stark befahrene Straßenkreuzungen passiert  unter anderem jene in Wieselburg direkt bei der Ortsdurchfahrt der B25 vor dem Messegelände.

Bahnstrecke gesperrt: Schienenersatzverkehr

Im Einsatz standen neben 11 Rettungs- und Notarztteams des RK sowie dem Notarzthubschrauber "Christophorus 15" auch die FF Wieselburg und Petzenkirchen mit 36 Mann sowie das Krisenintervention des Roten Kreuz. Ebenso beteiligt waren mehrere Rettungskräfte aus dem Bezirk Melk, die Polizei und ein Arzt.

Die Bahnstrecke werde im Abschnitt Pöchlarn - Scheibbs jedenfalls bis zum Betriebsschluss am Mittwoch gesperrt bleiben, sagte der ÖBB-Sprecher. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.