Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 09. November 2017, 04:25

von Michael Schwab

Stefan Mayer: "Funken war Höhepunkt“. Stefan Mayer landete durch Zufall beim Sturm „Kyrill“ in der Alarmzentrale und erinnert sich daran, wie er zum ersten Mal zum Funkgerät greifen durfte.

Stefan Mayer kam durch Zufall mit der Arbeit in der Bezirksalarmzentrale in Berührung. Seit 2013 ist Mayer Bezirkssachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit beim Bezirksfeuerwehrkommando Waidhofen.  |  Michael Schwab

Als Stefan Mayer am 18. Jänner 2007 das Waidhofner Feuerwehrhaus betrat, wollte er eigentlich nur einen Kurs zum Thema Rechtsgrundlagen im Feuerwehrwesen absolvieren.

Doch an diesem Tag wütete der Sturm „Kyrill“, weshalb die Bezirksalarmzentrale besetzt war. „Als der Kurs gegen 19 Uhr zu Ende war, wollte ich eigentlich heimfahren, aber als ich an der besetzten Alarmzentrale vorbeiging, beschloss ich, eine Weile zuzusehen, weil mich das interessierte. Und dann sagte ich, wenn ihr jemanden zum Protokollieren braucht, bleibe ich da“, erzählt Mayer. So begann sein Engagement beim Bezirksfeuerwehrkommando. Schon nach wenigen Stunden blieb es nicht nur beim Protokollieren. „Der Höhepunkt war, als ich in dieser Nacht zum ersten Mal in der Alarmzentrale funken durfte, und in der Früh durfte ich dann auch schon die erste Feuerwehr zu einem Einsatz wegen des Sturms alarmieren“ erinnert sich Mayer.

Als 2011 bei den Bezirksfeuerwehrkommandowahlen Othmar Ableidinger Leiter des Verwaltungsdienstes wurde und einen Gehilfen an seiner Seite haben wollte, rief er Mayer an und fragte ihn, ob er diese Aufgabe übernehmen will. „Ich schlief eine Nacht darüber und sagte dann ja“, erzählt Mayer. Zwei Jahre später wurde er zum Bezirkssachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit ernannt, eine Aufgabe, die Mayer sehr viel Spaß macht, ihn aber auch in Kombination mit seiner Funktion als Gehilfe des Leiters des Verwaltungsdienstes wöchentlich für acht bis zehn Stunden beansprucht - alles ehrenamtlich. „Die Arbeit muss einem Spaß machen, dann macht man sie auch gerne. Ganz wichtig ist für mich, dass wir ein eingespieltes Team sind, in dem die Zusammenarbeit und die Kameradschaft passen. Dann macht man so eine Aufgabe mit Leidenschaft“, betont Mayer.

Als bisher herausfordernstes Ereignis hat er das Donau-Hochwasser im Jahr 2013 in Erinnerung, als der Bezirk Waidhofen aufgefordert wurde, einen Katastrophenhilfsdienst-Zug zu stellen. „Ich kam gerade aus einem Kroatien-Urlaub zurück, als der Anruf kam, dass wir einen KHD-Zug brauchen. Ich bin dann gleich in den Dienst gegangen und habe die Feuerwehren alarmiert, um den Zug zusammenzustellen“, berichtet Mayer.

Neben seiner Funktion im Bezirksfeuerwehrkommando ist er seit 2005 auch bei der FF Buchbach tätig.