Erstellt am 13. April 2017, 15:56

von NÖN Redaktion

Wandern und Radeln im südlichen NÖ.

Der Themenweg Wildwasser führt zu bezaubernden Stellen, wo Quellen und Bäche zum Erkunden einladen.  |  Wieneralpen/Lierzer

Themenweg Wildwasser

Schwierigkeit: leicht
Strecke: 6,63 Kilometer
Dauer: 2,40 Stunden
Wegbeschreibung:  Im Wechselland führt durch das kleine Tal des Pöstlingbaches der Wildwasserpfad mit vielen bezaubernden Stellen, wo Quellen und Bäche ungehindert fließen dürfen, und stillen Plätzen, die erst entdeckt werden wollen.

Start- und Zielpunkt des Themenwegs Wildwasser ist das Biotop beim Parkplatz an der kleinen Straße ungefähr eineinhalb Kilometer nach Mariensee. Hier kann man Tiere im Wasser beobachten, wie zum Beispiel die spezielle Wechselkröte.

Vom Biotop führt ein schmaler Steig sanft ansteigend immer unmittelbar den Wildbach entlang, durch einen herrlichen Misch- und Fichtenwald. Vorbei an verschiedenen besonderen Bäumen geht es zum Rastplatz bei der alten Mühle. Hier gibt es auch einen Kinderspielplatz und eine noch kleine Steinpyramide. Dem Brauchtum zufolge bringt es Glück und man büßt Sünden ab, wenn man einen Stein dazulegt.

Von hier gelangt man über eine Steilstufe zum romantischen Wasserfall und Biwak. Über die Kante des etwa 20 Meter hohen Wasserfalls wurde eine kleine Brücke gebaut, so kann man ungehindert den tosenden Fall des Wassers von oben beobachten. Eine Wassermessstation befindet sich etwas oberhalb. Über die Himmelsstiege gelangt man hinaus in freies Gelände und erhält einen Blick auf den Wechsel und sein Umland.

Über Stufen gelangt man von der Wasserschlucht hinaus in freies Gelände. Von hier aus geht es etwa 40 Minuten sanft ansteigend zur Marienseer Schwaig. Um zur Marienseer Schwaig zu gelangen, muss man sich etwa eineinhalb Kilometer entlang der blauen Markierung halten und dann rechts hinauf zur Marienseer Schwaig abbiegen. Nach dem Anstieg von insgesamt 496 Höhenmetern kann man sich hier verdient ausruhen und stärken und das herrliche Panorama von den weiten, sanften Almen bis hin ins Wiener Becken und zum Neusiedler See genießen.

Der rot markierte Wanderweg führt direkt zum Parkplatz hinunter.

In den Wiener Alpen gibt es unzählige fantastische Plätze – der 20-Schilling-Blick, bekannt vom alten Geldschein, ist nur eines von mehreren Beispielen, das das veranschaulicht.  |  Niederösterreich-Werbung/Michael Liebert

Wienerwald-Radrunde

Schwierigkeit: mittel
Länge: 214,6 Kilometer
Dauer: 15,16 Stunden
Wegbeschreibung: Auf 215 Kilometer führt die Wienerwald-Radrunde Radfreunde durch das Umland von Wien, wobei sich Niederösterreich in seiner ganzen Vielfalt präsentiert.

Die Route kann innerhalb von fünf Tagen bequem erradelt werden. Die Richtung geben meist Flüsse vor: Neben der Donau folgt die Wienerwald-Radrunde der Traisen, der Gölsen, der Triesting und schließlich dem Wiener Neustädter Kanal. Wasser, Wald und Wein sind die Hauptdarsteller im Wienerwald. Das Wasser gibt als treuer Begleiter den Weg vor, bietet idyllische Flussufer an und lockt auf der Schlussetappe in die traditionsreichen Bäder des Kurortes Baden. Auwälder säumen die Fahrten an Donau und Traisen, wechseln dann vor Lilienfeld, der waldreichsten Region Österreichs, in die voralpinen Nadelwälder und werden dann Richtung Wien wieder zu naturbelassenen Mischwälder.
Der Wein gibt sich gleich in drei Abschnitten die Ehre: Klosterneuburg, das Traisental und Thermenregion sind nicht nur für ihre hervorragenden Weine, sondern auch für ihre sehr eigenständige Heurigenkultur bekannt.

Die fünf Etappen der Wienerwald-Radrunde:

  • Etappe 1: Wien Hauptbahnhof bis Tulln
  • Etappe 2: Tulln bis Wilhelmsburg
  • Etappe 3: Wilhelmsburg bis Hainfeld
  • Etappe 4: Hainfeld bis Baden
  • Etappe 5: Baden bis Wien Hauptbahnhof

Weltkulturerbe-Radstrecke

Schwierigkeit: schwierig
Strecke: 36,23 Kilometer
Dauer: 3,45 Stunden
Wegbeschreibung: Einst galt die Überwindung des Semmerings mit der Bahn als Pionierleistung. Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut war es die Bahnstrecke, die durch ein kompliziertes Gelände führte und mit ihrer stetigen Abfolge von Viadukten und Tunnels zu einem beeindruckenden Blickwechselspiel einlud.

Mittlerweile zum Weltkulturerbe ernannt, führt heute eine 36 Kilometer lange Radroute vom Bahnhof Gloggnitz, Richtung Schottwien, weiter über Maria Schutz auf den Semmering. Vom höchsten Punkt der Route geht es zurück durch die Adlitzgräben nach Breitenstein und Schottwien wieder nach Gloggnitz.

Start der Weltkulturerbe-Radstrecke ist beim Bahnhof Gloggnitz. Man folgt der Hauptstraße und biegt bei der Kreuzung mit der B27 links ab Richtung Semmering. Im Kreisverkehr nimmt man die zweite Ausfahrt, um auf Semmeringstraße immer geradeaus bis zum nächsten Kreisverkehr zu fahren. Nun folgt man der L 4168 Richtung Weißenbach, um links Richtung Schottwien abzubiegen. Nach der Durchquerung von Schottwien geht es weiter in Richtung Maria Schutz. Von dort führt die Route weiter Richtung Semmering, auf die Passhöhe und den Ort Semmering.

Vorbei an Hotels und alten Villen muss bis zum Südbahnhotel geradelt werden, um dort links Richtung Breitenstein abzubiegen. Durch den oberen Teil der Adlitzgräben geht es nun stetig bergab bis Breitenstein, um hier auf die Landesstraße L 4167 Richtung Schottwien zu gelangen. Wenn man dieser Strecke bergab Richtung Gloggnitz folgt, erreicht man wieder die L4168 nach Gloggnitz.