Erstellt am 25. Mai 2016, 05:44

von Michaela Fleck-Regenfelder

Wandern durchs römische Reich. Seit 40 Jahren wird dort, wo einst die Reichsstraße der alten Römer war, gewandert – und zwar durchs Melker Alpenvorland.

Rotweißrot und 651: So ist der knapp 100 Kilometer lange, niederösterreichische Römer(rund)weg markiert.  |  NOEN, Schwarz-König

Zuerst kamen Kaiser Hadrians Legionen. Und eroberten das niederösterreichische Alpenvorland. Dann kamen die Kuriere. Und schickten ihre Nachrichten auf der so genannten „Reichs- und Poststraße“.

Knapp 2.000 Jahre später kamen die Wanderer. Und die gehen seit mittlerweile 40 Jahren dort, wo erst die Legionäre marschierten, dann die Kuriere ritten: auf dem Römerweg.

Der gehört heute zu den österreichischen Weitwanderwegen, Abteilung: Türnitzer Alpen. Ist knapp 100 Kilometer lang. Und startet – und endet – bei der Schallaburg. Ins Leben gerufen hat ihn der örtliche Tourismusverband, und zwar 1976. Und da auf einigen seiner Teilabschnitte die römische Reichsstraße verlief, nannte man ihn kurzerhand nach den Römern.

An die Römer erinnern auch 15 Meilensteine entlang der 2015 erneuerten Wegstrecke, vier Wallfahrtskirchen und jede Menge Kapellen, Marterl und Bildstöcke machen den rund 30 Stunden Gehzeit umfassenden Römerweg auch zum Pilgerpfad. Und zum heurigen Jubiläum wird am 28. und 29. Mai in den acht Römerweg-Gemeinden Schollach, Hürm, St. Margarethen, Bischofstetten, Kilb, Texingtal, Kirnberg und Mank nicht nur gepilgert und gewandert, sondern auch gefeiert. Mit zwei Festmessen, geführten Wanderungen, kulinarischen Überraschungen, Kutschenfahrten und einer Gedenktafel für die Gründer des Römerwegs.

www.mostviertel.at/40-jahre-roemerweg