Erstellt am 27. Juli 2016, 09:11

von Christine Haiderer

Arbeiten trotz Reha. Auch Patienten, die ihren Alltag nicht ganz loslassen können, können ihre Therapien machen.

Im Klinikum Peterhof: Regina Maksimovic-Delpos und Valerie Nell-Duxneuner.  |  NÖGKK

Ob nach einem Krankheitsschub oder nach einer Operation – wenn der Antrag des Arztes auf Reha bewilligt wurde, wartet auf die meisten ein stationärer Aufenthalt in einer Einrichtung.

Rehabilitation gibt es aber auch ambulant. „Ambulante Patienten bekommen genau das gleiche Angebot wie Patienten, die stationär bei uns sind“, erläutert Valerie Nell-Duxneuner, die ärztliche Leiterin vom Klinikum Peterhof der NÖ Gebietskrankenkasse in Baden.

Also, Ergotherapie, Physiotherapie, Massage, Betreuung durch Diätologen, Psychologen usw. – individuell auf den Patienten mit Problemen des Stütz- und Bewegungsapparates zugeschnitten. Im Unterschied zu stationären Patienten brauchen ambulante Patienten keine Pflege und fahren abends nach Hause. Und die Reha dauert doppelt so lange, weil man einen Tag Therapie macht, dann einen Tag Pause ...

„Der Vorteil ist, dass die Lebenswelten miteinbezogen werden können“, so Nell-Duxneuner. Patienten können sich abends um ihre Kinder oder auch Angehörige kümmern, ihre Haustiere versorgen und nach der Anfangsphase an den Pausetagen wieder arbeiten. Zudem kann die Nachsorge (Adaptierung des Arbeitsplatzes …) schon während der Reha starten.

Für mobile Patienten, die nahe wohnen

Sinn macht ambulante Rehabilitation für Menschen, die weniger starke Beeinträchtigungen haben, die Verpflichtungen haben, die sie nicht abgeben können, die keine Pause vom Alltag brauchen, die in der Nähe der jeweiligen Einrichtung leben und mobil sind.

Ein ambulantes Reha-Zentrum, das Lebens-Med Zen-trum, der siebente Betrieb der Beste-Gesundheit-Gruppe, wird es in St. Pölten geben. Der Bau ist fertig. Hier wird es unter anderem Reha in den Bereichen Orthopädie, Onkologie usw. geben.

Und in Wr. Neustadt wird ein Zentrum für ambulante Rehabilitation von Optimamed in Betrieb gehen. Tag der offenen Tür ist am 28. Februar. Hier wird unter anderem Reha bei Stoffwechselerkrankungen, psychiatrischen Erkrankungen usw. ambulant möglich sein.