Erstellt am 18. August 2016, 05:41

von Christine Haiderer

Feiern ohne Folgen. Im Sommer locken Festivals und Konzerte. Feste Schuhe, Gehörschutz und Wasser können dabei hilfreich sein.

Nicht nur Sonnen- und Insektenschutzmittel kann man zu Festivals mitnehmen, auch ein Gehörschutz kann gut sein.  |  NOEN, Monkey Business Images/Shutter-stock.com

„Medizinisch gilt ein Dauerschallpegel über 85 dB als gehörschädigend“, so Gilbert Engin-Deniz, Arbeitsmediziner der AUVA-Landesstelle Wien.

Während ein Presslufthammer in sieben Metern Entfernung etwa 90 dB entwickelt, können Rock- und Orchesterkonzerte auch deutlich lauter als 100 dB sein. Besonders gefährdet sind Profimusiker, Tontechniker, Musiklehrer, DJs … Für sie wichtig sind regelmäßige Untersuchungen des Gehörs, um früh Schäden zu erkennen. Es gibt übrigens auch moderne Gehörschutz-Systeme ohne verzerrten Klang. Und: Die AUVA bietet ihren Versicherten kostenlose Lärmmessungen und Beratungen an, bei denen Lärmminderungsmaßnahmen erarbeitet werden.

Und Musikfans? Musikfans sollten laut AUVA bei Konzerten am besten selbst auf Gehörschutz achten. Auch wenn laut Lärmschutzrichtlinie der Grenzwert im Publikumsbereich für Veranstaltungen bei 93 dB liegt. Und der Veranstalter bei Überschreitung auf die Gesundheitsgefahr aufmerksam machen und Gratis-Gehörschutz mit einer Schalldämmung von mindestens 15 dB abgeben muss.

 

Nicht in unmittelbarer Nähe zu Boxen aufhalten!

Überlastungssignale (Ohrenschmerzen, Taubheitsgefühle, Pfeifen) ernst nehmen!

Nach einem Konzert den Ohren mindestens zehn Stunden Ruhe gönnen!

Tipps vom Roten Kreuz:

Feste Schuhe tragen! Zum Schutz vor Scherben …

Nicht aufs Trinken von Wasser vergessen!

Vorsicht vor Gewässern!

Wer sein Erste-Hilfe-Wissen auffrischen will, findet Kurse auf: www.roteskreuz.at/ niederoesterreich