Erstellt am 08. Februar 2016, 16:32

von Christine Haiderer

Hasel ist blühbereit. Jedes Jahr sind es Hasel und Erle, deren Pollen die ersten Belastungen bringen.

Die Haselblüte führt zu den ersten Belastungen des Jahres.  |  NOEN, Foto: NÖN
Blühbereit war die Hasel an manchen Orten laut Pollenwarndienst schon im Advent. Jetzt ist sie es aber in fast ganz Niederösterreich. Ob die Hasel dann auch tatsächlich blüht, hängt vom Wetter ab. „Mäßige Belastungen sind bei Sonnenschein und Temperaturen um 10 Grad zu erwarten. Höhere Lagen sind vom Pollenflug noch nicht betroffen“, informiert www.pollenwarndienst.at .

Hasel und Erle sind zu Beginn des Jahres immer die Ersten, die Allergikern Probleme bereiten. „In Österreich gibt es vier Belastungswellen durch Pollen“, schreiben Katharina Bastl und Uwe E. Berger in ihrem Buch „Pollen und Allergie – Pollenallergie erkennen und lindern“ (erschienen im Manz Verlag Wien). „Die erste durch Erlen- und Haselpollen im Februar und März (je nach Wetter auch früher). Die zweite durch Eschen- und Birkenpollen im April, die dritte durch Gräserpollen im Mai bis Ende Juli und die vierte und letzte durch Beifuß- und Ragweedpollen von August bis Oktober.“

Dabei können nicht nur die Pollen der Hasel für Beschwerden bei Allergikern sorgen. Es gibt auch „häufige Kreuzreaktionen auf Haselnuss (Nahrungsmittelallergie) und Pollen von Birke, Erle und Hainbuche“, so www.pollenwarndienst.at . Und damit bedeutet das Birkengewächs, das bis April blühen kann, für manche Betroffene eine mehrfache Belastung.

Prognosen, Belastung und Infos rund um Pollen gibt es auf: www.pollenwarndienst.at

Infos

Allergie. „Eine Allergie ist eine Überreaktion des Körpers“, so Katharina Bastl und Uwe E. Berger
im Buch „Pollen und Allergie“. Das Immunsystem reagiert überempfindlich auf „bestimmte, an sich harmlose Stoffe in der Umwelt, die fälschlicherweise als ,Feind‘ erkannt werden und daher Abwehrmechanismen auslösen“. „Die Pollenallergie ist die am weitesten verbreitete Allergie.“ Wobei: „Allergische Reaktionen werden nicht von einem Pollenkorn selbst hervorgerufen, sondern von Substanzen (zum Beispiel Eiweiße), die im und auf dem Pollenkorn zu finden sind.“

Symptome. Über Schleimhaut oder Augen gelangen sie in den Körper und lösen Beschwerden aus. Wie Niesattacken, Fließnase, verstopfte Nase, Juckreiz in den Augen, vermehrter Tränenfluss usw. „Wird eine Allergie nicht rechtzeitig therapiert, kann es zum ,Etagenwechsel‘ kommen.“ Dabei verlagern sich die Symptome von Auge, Nase und Rachen – eine Etage tiefer – in die Lunge. Husten, Asthma … können auftreten.