Erstellt am 07. Oktober 2015, 14:02

von Christine Haiderer

Informationsflut für Ärzte. Jede Woche erscheinen 500 Studien. Mediziner und Politiker müssen damit umgehen.

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Nach dem neuesten Stand des Wissens Patienten zu behandeln und politische Entscheidungen danach zu treffen, ist wichtig. Sonst wird es teuer oder gefährlich. Eine Herausforderung dabei ist jedoch, überhaupt herauszufinden, was der aktuelle Stand des Wissens ist.

Immerhin: „500 klinische Studien erscheinen wöchentlich neu. Es gibt über 25.000 medizinische Fachjournale, niemand kann das alles lesen und immer auf dem aktuellsten Stand bleiben“, so VP-Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka.

Hier helfen Reviews weiter. In diesen fassen Experten mehrere Studien zusammen, bieten eine Übersicht und ordnen die neuen Studien in die bisherige Studienlage ein. Doch auch von diesen systemischen Reviews erscheinen jede Woche rund 75.

Wie trotz dieser Flut an Informationen Ärzte die Chance haben könnten, die für sie wichtigen neuen Erkenntnisse zu erfahren, darüber diskutierten am Wochenende in Wien über 1.300 Experten aus mehr als 60 Nationen. Ausschlaggebend dafür war das 23. Cochrane Colloquium, das heuer erstmals in Österreich, wo eine Cochrane-Zweigstelle an der Donau Uni Krems eingerichtet ist, stattfand.