Erstellt am 14. Juni 2016, 09:37

von NÖN Redaktion

Schockbilder auf Zigarettenpackungen sinnvoll?. Pro und Kontra - Sind Schockbilder auf Zigarettenpackungen sinnvoll?

Zigaretten - cigarettes  |  NOEN, (c) Peter Wienerroither http:/

x  |  NOEN, privat

PRO: Sophie Meingassner, Leiterin Rauchfrei Telefon

Der Aufdruck von „Schockbildern“ kombiniert mit Informationstexten und dem Hinweis auf Hilfsangebote – in Österreich die Nummer des Rauchfrei Telefons 0800 810 013 – motiviert Raucherinnen und Raucher, den Rauchstopp in Angriff zu nehmen. Auch der Satz: „Rauchen ist tödlich – hören Sie jetzt auf“ muss ab Mai 2017 auf jeder Packung aufgedruckt sein, um das Rauchen nicht weiter zu verharmlosen.

Die Aufdrucke auf den Packungen sind eine von vielen Maßnahmen, wie auch höhere Preise, Rauch- und Werbeverbote, um mehr Menschen vom Rauchen abzuhalten und so die tabakassoziierten Folgeerkrankungen und Todesfälle zu mindern. Die Schockbilder an sich sind eine von vielen sehr guten Maßnahmen, die Menschen vom Rauchen abzuhalten.
 

Josef Prirschl  |  NOEN, Foto: Rank

KONTRA: Josef Prirschl, Obmann Tabaktrafikanten

In Ländern, in denen die Schockbilder eingeführt wurden, gibt es kaum Auswirkungen im Rauchverhalten.
Die RaucherInnen kaufen sich Etuis, langfristig tritt wohl auch ein Gewöhnungseffekt ein. Die Bilder entsprechen außerdem nicht immer der Realität (z. B. eingefärbte Lunge). Für uns TrafikantInnen bedeuten die Schockbilder einen finanziellen Mehraufwand für die Neugestaltung der Regale.

In der Gesundheitspolitik gäbe es Wichtigeres umzusetzen, daher soll wohl mit der ständigen Diskussion um Tabak von relevanten Themen abgelenkt werden. Welche Produkte sind denn als Nächstes betroffen? Bier? Wein? Chips? Wollen Sie als mündige BürgerInnen ununterbrochen eine derartige Bevormundung?