Erstellt am 28. Juni 2016, 08:43

von Christine Haiderer

Warnung bei Hitze. Damit sich Rettungsdienste und Heime auf Hitzewellen vorbereiten können, kommt das Hitzetool zum Einsatz.

Wenn es heiß wird, sollte man nicht vergessen, mehr zu trinken.  |  zeljkodan/Shutterstock.com, zeljkodan/Shutterstock.com

An Tagen mit über 30 Grad lockt der Pool. Doch nicht alle können sich so abkühlen. Viele sind nicht mobil genug, um ins Schwimmbad zu fahren …

Das Problem: Hitze kann die Gefahr für Thrombosen, Embolien, Hitzestau oder einen tödlichen Hitzschlag erhöhen. Besonders belastend ist sie etwa für Menschen mit Herzkreislauf- oder Atemwegserkrankungen, ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder. Bei Rettungsdiensten kann es zu mehr Einsätzen kommen, in Heimen kann mehr Personal für die Betreuung der Bewohner nötig sein …

„Daher hat das Land NÖ mit der Zentralanstalt für Meteorologie ein Vorwarnsystem entwickelt: das Hitzetool“, so Landesrat Maurice Androsch. 48 Stunden vor einer Hitzewelle informiert es Landespflegeheime, -jugendheime, -kliniken, Kinderbetreuungseinrichtungen, Notruf NÖ, Rettungsorganisationen, Ärzte und die Abteilung für Zivilschutz, damit diese sich vorbereiten können.

ZAMG-Direktor Michael Staudinger: „Als Grundlage für die Hitzewarnungen dienen hochauflösende Wettervorhersagemodelle, die einen speziellen Hitzeindex auf regionaler Basis berechnen.“ „Neben der Temperatur spielen die Luftfeuchtigkeit, der Wind und die Sonneneinstrahlung eine entscheidende Rolle.“

Tipps der beiden:

  • Zwei bis drei Liter am Tag trinken.
  • Wenn möglich, anstrengende Arbeiten & Sport mittags im Freien vermeiden.
  • Luftige Kleidung tragen.
  • Auf leichte Kost achten. Vor der Hitze einkaufen.
  • Die Füße in ein Schaffel mit kühlem Wasser stellen.
  • Da manche Medikamente (etwa Entwässerungsmittel) die Hitzeverträglichkeit beeinflussen können, den Arzt danach fragen.
  • In den Morgenstunden lüften, tagsüber die Wohnung abdunkeln, eventuell feuchte Tücher im Zimmer aufhängen. www.zamg.ac.at