Erstellt am 05. Mai 2016, 06:54

von Christine Haiderer

Rund ums Herz. Die Medizin bringt viele neue Methoden. Nach dem Krankenhaus sind Selbsthilfegruppen hilfreich.

Die Behandlung von Herzerkrankungen ändert sich. Und auch Betroffene können helfen.  |  NOEN, garagestock/Shutterstock.com

Herzkreislauferkrankungen sind häufig und gefährlich. Moderne Medizin aber bringt Verbesserungen. So konnte beispielsweise beim Herzinfarkt die Sterblichkeit in den vergangenen Jahrzehnten auf wenige Prozentpunkte gesenkt werden.

„Niederösterreich ist für die Infarktversorgung sehr gut aufgestellt“, betont Harald Mayr, Chefkardiologe und Vorstand der 3. Medizinischen Abteilung am Uniklinikum St. Pölten beim Fest zu 30 Jahre NÖ Herzverband. Bei einem Infarkt geht es darum, rasch das verstopfte Gefäß zu öffnen (etwa mittels Ballon und Stent), damit die Durchblutung wieder funktioniert.

Damit das rund um die Uhr möglich ist, gibt es zwei Herzinfarkt-Netzwerke in NÖ. Eines, das vor zehn Jahren fürs Mostviertel und den Zentralraum gegründet wurde und mittlerweile drei Viertel des Landes abdeckt, und eines im Süden Niederösterreichs, mit Eisenstadt.

Große Entwicklung in den letzten Jahrzehnten

Viel getan hat sich im Laufe der Zeit bei verschiedenen Behandlungen rund ums Herz. Zum Beispiel beim Herzschrittmacher. Die ersten gab es in den 1950er-Jahren. Seitdem wurden sie „immer kleiner, immer besser“, so Mayr. Bis hin zum sondenlosen Schrittmacher, der nur ein Zehntel so groß wie ein herkömmlicher ist. Auch gibt es etwa in der Herzchirurgie mittlerweile eine große Vielfalt an Herzklappen, mit unterschiedlichen Eigenschaften, sowie viele andere Neuerungen.

Nach Krankenhaus und Rehabilitation geht es darum, das Herz gesund zu halten, in Bewegung zu bleiben … Selbsthilfegruppen, wie die elf des NÖ Herzverbandes in NÖ, können hier unterstützen. „Der Erfahrungsaustausch untereinander hilft, mit der Krankheit besser umzugehen“, so Präsident Franz Fink. Zudem gibt es das Herz-Journal, Vorträge, Wanderungen, Koronarturnen … Fink: „Wir tun etwas für unser Herz, bevor es für uns nichts mehr tut.“ www.herzverband-noe.at