Erstellt am 31. August 2016, 05:04

von Christine Haiderer

Gegen Kreuzschmerz. Der Großteil der Bandscheibenvorfälle kann auch ohne Operation behandelt werden.

Mit verschiedenen Therapien können Rückenschmerzen in Angriff genommen werden.  |  NOEN, zVg

Schmerzen. Bandscheibenvorfall. Der Rand rund um den gallertartigen Kern der Bandscheibe ist gerissen und drückt gegen Rückenmark oder Nervenwurzeln.

Für zehn Prozent der Patienten führt das in den Operationssaal. Sie sind höhergradig betroffen, haben etwa neurologische Symptome wie Lähmungserscheinungen … Sie brauchen unbedingt eine Operation.

Allerdings: „90 Prozent der Bandscheibenvorfälle können ohne Operation behandelt werden“, erläutert Martin Nuhr, Leiter des Nuhr Medical Centers in Senftenberg.

Physikalischen Therapie hilft

Wie? Parallel zur Schmerztherapie – mit oder ohne Medikamente – wird mit der physikalischen Therapie begonnen. Dabei können verschiedene Therapieformen zum Einsatz kommen. Von der hochfrequenten Elektrotherapie nach Otto Nuhr, die es nur in Senftenberg gibt, über mechanische Therapien bis hin zu aktiver Bewegungstherapie, bei der es auch darum geht, ob man sich richtig bewegt, und darum, stabilisierende Übungen für später zu lernen.

„Wir wollen nicht die Symptome behandeln, sondern die Ursachen“, so der Facharzt für Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation. Daher stellen sich auch Fragen, wie: Ist die Muskulatur zu schwach? Hebt der Patient falsch? Bewegt sich die Patientin zu wenig?

Wie die Therapien wirken? „Wir versuchen, durch einen Reiz, den wir setzen, bestimmte Reaktionen der Selbstheilungskräfte im Körper zu aktivieren.“ Wie etwa bei Heilmassagen.

Wichtig für den Therapieerfolg sind nach der Dr.-Nuhr-Methode Individualität, Intensität und Regelmäßigkeit. Und so werden in Senftenberg zunächst individuell auf die Beschwerden der meist privaten Patienten abgestimmt die Therapien ausgewählt. Und die Therapien erfolgen mit dem gleichen Team nicht hin und wieder, sondern täglich über zwei bis drei Wochen.