Erstellt am 12. Juli 2016, 05:15

von Christine Haiderer

Mehr für Spitalsärzte. Für Ärzte, die in NÖ Landeskliniken arbeiten, verbessert sich in Zukunft die finanzielle Situation.

Josef Sattler, Vorsitzender des Wohlfahrtsfonds der NÖ Ärztekammer, Ronald Gallob, Vizepräsident der NÖ Ärztekammer, und Peter Maschat, Zentralbetriebsratsvorsitzender in der Landeskliniken-Holding, freuen sich über das Ergebnis.  |  Foto: Haiderer

„Ich bin sehr froh, dass wir in Niederösterreich nun wieder ein sehr gutes und vorzeigbares Gehaltsschema haben“, betont Ronald Gallob, Vizepräsident der NÖ Ärztekammer und Kurienobmann der angestellten Ärzte. Anlass sind die Gehaltsverhandlungen für Spitalsärzte zwischen NÖ Ärztekammer, Zentralbetriebsrat der Landeskliniken und Gewerkschaft mit dem Land NÖ.

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freut sich auch Peter Maschat, Zentralbetriebsratsvorsitzender der NÖ Landeskliniken.

Nach den Verhandlungen 2012, die gute Ergebnisse für die NÖ Spitalsärzte brachten, zogen die anderen Bundesländer aufgrund der maximalen Wochenarbeitszeit nach. Niederösterreich war dadurch nicht mehr im Spitzenfeld und die Gefahr größer, dass sich Ärzte in anderen Bundesländern Arbeit und Ausbildungsplätze suchen könnten.

„Wir sind vorne dabei. Das Ergebnis ist herzeigbar“

Durch die aktuellen Verhandlungen aber hat sich die Situation geändert. Das Gehalt ist attraktiv und transparent. „Wir sind vorne dabei. Das Ergebnis ist herzeigbar“, so Josef Sattler von der NÖ Ärztekammer.

Ein Beispiel: Ärzte, die vor Oktober 2012 Oberarzt geworden sind, erhalten um 850 Euro mehr pro Monat und jene, die danach begonnen haben, um 1.000 Euro mehr ab der fünften Stufe (diese ist unter anderem abhängig von der Zeit). Ebenfalls neu: Früher erhielten Turnusärzte (Ärzte in Ausbildung zum Allgemeinmediziner) ein niedrigeres Gehalt als Assistenzärzte (Ärzte in Ausbildung zum Facharzt). „In Zukunft wird es nur ein Lohnschema für Ärzte in Ausbildung geben“, so Gallob. Im Herbst soll das Ergebnis der Verhandlungen beschlossen werden und mit November in Kraft treten.