Erstellt am 26. Mai 2016, 07:44

von Christine Haiderer

Vielfalt in Heimen. Bei der Betreuung von Menschen anderer Kulturen werden auch Mitarbeiter dieser Kulturen immer wichtiger.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - BilderBox.com

„In der Gesundheits- und Krankenpflege treffen viele Kulturen aufeinander“, so Claudia Türk, Obfrau der Fachgruppe Pflege der Arge NÖ Heime, bei der Fachtagung der Fachgruppe in St. Pölten.

„Wir leben schon lange mit vielfältigen Mitarbeitern“, ergänzt Arge-NÖ-Obmann Dietmar Stockinger. In Zukunft aber wird es speziell in Ballungsräumen noch mehr Bewohner mit Migrationshintergrund geben, werden noch mehr Kulturen aufeinandertreffen. „Das ist eine Herausforderung.“

Mitarbeiter verschiedener Kulturen

Schon jetzt gibt es Situationen, die schwierig sind, erläutert Otto Huber, Leiter der Abteilung Landeskrankenanstalten und Landesheime. „Dazu braucht man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund.“ In Wien gibt es teilweise schon Einrichtungen, etwa manche Krankenhäuser, mit einem höheren Anteil an Mitarbeitern verschiedener Kulturen. Nicht unwesentlich ist dabei aber auch, welche Kulturen dies sind. Immerhin sind diese sehr unterschiedlich. In manchen Kulturen, erzählt Pflegedienstleiter Claudiu Suditu, muss alles präzise ablaufen, in anderen nicht. In manchen Kulturen ist es normal, Menschen im Heim zu pflegen, in anderen nur innerhalb der Familie.

Suditu zu Wohnformen in Heimen: „Es macht Sinn, Wohnungsgemeinschaften für Menschen mit Migrationshintergrund anzudenken.“ Insbesondere bei Demenz. Mit Mitarbeitern, die eine Nähe, einen Bezug zum kulturellen Hintergrund haben. www.noeheime.at