Erstellt am 03. August 2016, 08:22

von Christine Haiderer

Wirtschaftsfaktor Gesundheit. NÖ Landeskliniken sowie Firmen, die sich mit Gesundheit, Medizintechnologie und Gesundheitstourismus befassen, bringen Vorteile für Niederösterreichs Wirtschaft.

Berufe im Gesundheitsbereich wie in Spitälern schaffen Arbeitsplätze und bringen Wertschöpfung.  |  NOEN, Syda Productions /Shutterstock.com

„Mehr als 6.000 Firmen profitieren von den NÖ Landeskliniken“, so VP-Landesrat Karl Wilfing. „Knapp 2.700 davon sind in Niederösterreich angesiedelt.“ Sie liefern Lebensmittel, betreuen Medizintechnik, übernehmen Bauarbeiten usw. „Von der Gesamtbruttowertschöpfung von 2,4 Milliarden Euro bleiben 62,91 Prozent in der Region. Die gesamte, für Niederösterreich erzielte Wertschöpfung liegt daher bei 1,51 Milliarden Euro.“

Doch nicht nur die Krankenhäuser, auch andere Organisationen und Unternehmen, mit denen die Kliniken teils zusammenarbeiten, bringen Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Wie etwa das Institute of Science and Technology Austria in Maria Gugging, die Karl-Landsteiner-Privatuni in Krems oder Technopole. Am Technopol Krems beispielsweise erzielen laut Landesrätin Petra Bohuslav 170 Forscher eine Wertschöpfung für NÖ von 94 Millionen Euro pro Jahr. Ein Schwerpunkt hier ist medizinische Biotechnologie, weshalb sich Firmen wie Fresenius, die Blutreinigungsprodukte herstellen und erforschen, angesiedelt haben.

Für den Weltraum und im Kampf gegen Krebs

„Am Technopol Wiener Neustadt sind es derzeit 95 Personen, eine Wertschöpfung von jährlich 172 Millionen Euro und ein Arbeitsplatzeffekt von 2.900“, so VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav. Ein AIT-Team entwickelte hier ein Blutdruckgerät, „mit dem man die Auswirkungen von längerer Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper testen kann“. Im Krebsforschungs- und -therapiezentrum MedAustron in Wiener Neustadt – „im Spätherbst wird der Vollbetrieb starten“ – wird eine Wertschöpfung für NÖ von 457 Millionen Euro erwartet. Bei 180 Beschäftigten.

Ein weiteres Beispiel für diese Rechnung: der Gesundheitstourismus. Auf diesen Bereich entfällt ein Drittel der Nächtigungen in NÖ. Und: „In den letzten fünf Jahren sind rund 30 Millionen Euro investiert worden“, so Bohuslav.