Erstellt am 23. März 2016, 08:04

von Eva Hinterer

Zwei Milliarden für Spitäler des Landes. Zwölf Bauprojekte laufen derzeit an einigen der insgesamt 27 Spitalsstandorte in NÖ. 270 Millionen werden 2016 verbaut.

Wirtschaftsprofessor Gottfried Haber, Landesrat Karl Wilfing und Helmut Krenn, Kaufmännischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding.  |  NOEN, NLK Reinberger
Landesrat Karl Wilfing lädt zur größten aktuellen Spitals-Baustelle, um die aktuellen Bautätigkeiten der NÖ Landeskliniken-Holding zu präsentieren: Man trifft sich im Haus C des St. Pöltner Universitätsklinikums zwischen nackten Betonwänden, Plastikplanen und frisch eingebauten Fenstern. Hier wird das „Lebensretterzentrum“ mit Unfallchirurgie und Notfallversorgung entstehen. Knapp 231 Millionen Euro werden hier investiert, Ende November 2017 soll es fertig sein.

Noch in diesem Jahr werden Arbeiten an den Kliniken in Neunkirchen, Scheibbs, Amstetten, Krems und Korneuburg finalisiert.

Im Süden des Landes konnte Ende des Vorjahres Neunkirchen eröffnet werden, an den Standorten Baden und Mödling ist der Bau in vollem Gange: In Mödling steht der Rohbau der Pavillons B und C, in Baden werden derzeit drei Pavillons mit 443 Betten (plus Intensiv- und Dialysebetten) und sechs Operationssälen errichtet.
Den künftigen Neubau des Wiener Neustädter Klinikums müsse man „noch kalkulieren“, sagt Wilfing. Er rechnet mit einer Investition zwischen 800 und 900 Millionen Euro.

Im Weinviertel ist der Zu- und Umbau des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf Ende Oktober in Betrieb gegangen.

Neu am Bau: das Standard-Raumbuch

Um die zahlreichen parallel laufenden Projekte finanziell und planerisch im Griff zu behalten, wurde erstmals ein „Standard-Raumbuch“ erstellt. Darin sind alle Standards eines modernen Spitalsbetriebes festgehalten, von der passenden Raumgröße bis zum Fußboden, wie Holding-Geschäftsführer Helmut Krenn erläutert.
Wirtschaftsprofessor Gottfried Haber erklärt Details zur Wertschöpfung, die die Bautätigkeit in den Regionen anstößt. 3.426 Arbeitsplätze werden generiert. Harrer sagt, dass jede investierte Million noch einige Tausender mehr als diese Summe an Wertschöpfung generiere. Dazu kämen Folgeeffekte wie Schulen, Qualifikation, Patientenbesuche und Tourismus.
 

Investitionen

  • Das 2005/2006 gestartete Bauprogramm läuft bis 2022/23 und ist insgesamt 2 Milliarden Euro schwer.

  • Im Jahr 2016 wird es keine neuen Baustellen geben.

  • Die Investitionen im Detail:

- St. Pölten: 230,8 Mio. Neubau Haus C und G; Sanierung Haus A und B bis 2021/22: 166,1 Mio.
- Amstetten: 38,9 Mio.
- Hainburg: 68 Mio.
- Neunkirchen 166,8 Mio.
- Scheibbs: 42,4 Mio.
- Mauer: 77,9 Mio.
- Krems: 3,3 Mio.
- Lilienfeld: 4,3 Mio.
- Korneuburg: 3,6 Mio.
- Wiener Neustadt: 27,8 Mio.
(Erhaltungsmaßnahmen; Neubau Start 2018)