Erstellt am 14. Oktober 2015, 06:27

von Helga Urbanitsch und Christine Haiderer

Garten und Genuss. Grünflächen zur Erholung und zum Anbau sind beliebt. Entsprechende Projekte wurden in Tulln ausgezeichnet.

Kirchberg am Wagram freut sich: Vizebürgermeister Erwin Mantler, Gabriele Hackl, Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka, Alchemistengarten-Betreuer Siegfried Tatschl, Amtsleiter Herbert Eder, Bürgermeister Wolfgang Benedikt und GGR Franz Aigner.  |  NOEN, Helga Urbanitsch

„Junge Familien wollen selbst produzieren. Im Topf, am Balkon, im Garten.“ Das hört „Natur-im-Garten“-Experte Robert Lhotka bei Beratungen immer wieder. Am besten vielfältig. Nicht nur Zucchini und Paradeiser, sondern auch alte Sorten. Und alles ohne Gift.

Selbst anbauen können Menschen auch in Gemeinschaftsgärten, von denen es schon jetzt über 50 in NÖ gibt. Und dann gibt es auch in manchen Gemeinden die Möglichkeit, Bäume, die auf öffentlichem Grund stehen, zu pflegen. Zur Belohnung dürfen Äpfel, Kirschen & Co. geerntet werden. In Städten werden Restflächen und Dachgärten, so Lhotka, immer mehr ein Thema. Und: Seit der Wirtschaftskrise ist der Garten als Erholungsraum von Bedeutung.

Nachhaltige Projekte ausgezeichnet

Derartige Trends zeigen sich auch bei Preisen, wie dem „European Award for Ecological Gardening“ der Aktion „Natur im Garten“. In der Garten Tulln wurden die Gewinner für ihre herausragenden und nachhaltigen Projekte ausgezeichnet. Insgesamt wurden 58 Projekte aus 15 Ländern eingereicht, 22 wurden nominiert. „Die Vielfältigkeit beim Garten wird in Zukunft noch mehr für die Gesellschaft von großer Bedeutung sein, vor allem in urbanen Räumen“, so Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka, den besonders freut: „Gleich zwei heimische Projekte sind unter den ersten drei.“ Der erste Platz, mit 3.000 Euro dotiert, ging an das „Spiegelmayr Haus“ von Monika Strasser aus Oberösterreich. Haus, Hof und Garten sind zukunftsweisend gestaltet, neue Gartenideen mit der Produktion biologischer Lebensmittel verknüpft.

Das deutsche Projekt „Zollverein Park“, ein Park mit heimischen Pflanzen und Tieren auf einem ehemaligen Industriegelände, liegt auf Platz zwei. Und: Die Marktgemeinde Kirchberg am Wagram freute sich über den dritten Platz und 1.000 Euro. Die erste „Essbare Gemeinde“ in NÖ bindet Obst- und Gemüsepflanzen in den öffentlichen Raum ein.

Einen der zwei Anerkennungspreise erhielt die „Arche Noah“ (Schiltern) für ihren Einsatz zur Erhaltung seltener Kulturpflanzen sowie der Sensibilisierung für die Sortenvielfalt.