Erstellt am 23. März 2016, 05:04

Einfamilienhäuser sind 2016 voll im Trend. Auch Baugründe sind bei den Niederösterreichern immer noch beliebt. Die Immobilienpreise steigen aufgrund der hohen Nachfrage weiter.

Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ist in Niederösterreich besonders groß. Dadurch steigen aber auch die Preise.  |  NOEN, Shutterstock.com / ER_09
Einfamilienhäuser sind nach wie vor sehr beliebt in Niederösterreich. Die Immobilien-Makler von RE/MAX Austria prognostizieren für 2016 3,9 Prozent mehr Nachfrage bei Einfamilienhäusern. Dabei rechnen sie mit einer Preissteigerung von 3,6 Prozent.

Aber auch Baugründe werden immer noch gekauft. Hier rechnet man mit einem Preisanstieg von 3,8 Prozent. Bei Eigentumswohnungen in Toplagen mit einem Anstieg von 5,4 Prozent. Insgesamt geht man von 3,2 Prozent mehr Nachfrage bei Immobilien für das Jahr 2016 aus. Allerdings gibt es nur um 1,2 Prozent mehr Angebot. Dadurch ziehen die Immobilienpreise an und es gibt einen Anstieg von 2,2 Prozent.

"Positive Entwicklung in St. Pölten"

Was die Entwicklung in der Landeshauptstadt St. Pölten betrifft, ist man bei RE/MAX Plus zufrieden. „Entlang der Westbahnstrecke entwickelte sich der Markt im Jahr 2015 gut – sowohl die Anzahl der Immobilientransaktionen als auch die Preise sind gestiegen“, sagt Bernhard Baumgartner, Geschäftsführer von RE/MAX Plus.

Dass der Immobilienbereich derzeit so gut funktioniert, sieht Baumgartner in der positiven Entwicklung von St. Pölten und in der schnellen Bahnverbindung nach Wien. Die Preise blieben für Einfamilienhäuser im Bezirk St. Pölten konstant, in der Stadt hingegen gab es aber einen leichten Anstieg.

Im städtischen Bereich sind auch Anlegerwohnungen gefragt. Die meisten Anfragen kommen aber von Privatkäufern, die Immobilien für die Eigennutzung wollen. Noch nie wurden mehr Immobilien verkauft
Was Transaktionen betrifft, gab es im vergangenen Jahr einen Rekord. Denn noch nie wurden so viele Verkäufe von Immobilien in Österreich durchgeführt wie im Jahr 2015.

"Speckgürtel um Wien bliebt weiterhin attraktiv"

Insgesamt 110.000 Immobilien wurden verkauft. Etwa zehn Prozent davon rechnet man vonseiten des Immobiliennetzwerkes RE/MAX Austria der Steuerreform zu. Viele hätten noch den alten Steuertarif genutzt, erklärt Anton Nenning, RE/MAX Austria Managing Director. Aber auch die hohe Nachfrage sowie das historisch niedrige Zinsniveau trugen zu dem Rekord bei. Dieser kann zwar im laufenden Jahr nicht mehr gebrochen werden. Mit etwa 90.000 Verkäufen rechnet man aber trotzdem wieder.

Im Speckgürtel rund um Wien soll 2016 Nachfrage sowie Angebot an Immobilien steigen. Man rechnet damit, dass sich dadurch die generellen Immobilienpreise im Wiener Speckgürtel um 0,3 Prozent erhöhen. „Der Speckgürtel um Wien wird weiterhin als attraktiver Wohnraum gesehen“, sagt Wilhelm Fetscher, Geschäftsführer von RE/MAX DCI. „Viele sind bereit, ein paar Kilometer mehr zu fahren, um mehr Grün und mehr Grundfläche für oft deutlich weniger Geld zu bekommen.“ Wobei die Objekte länger am Markt bleiben würden, als in den vergangenen Jahren.

Kredite zu bekommen sei oft sehr schwierig

Immerhin sei es vielen Immobilienkäufern nicht möglich ohne Kredit eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen. Banken seien hier bei der Kreditvergabe weiterhin eher zurückhaltend, sagt Fetscher.

Das Immobilien-Angebot soll laut RE/MAX Austria wieder breiter werden. Wegen dem noch anhaltenden niedrigen Zinsniveau wird von der Immobilienmaklerfirma empfohlen besser zu kaufen als zu mieten, also besser ein Darlehen zurückzuzahlen, als ewig Miete zahlen. Als Pensionssicherung empfiehlt RE/MAX die Schaffung von Wohnungseigentum. So hätte man in der Pension wesentlich mehr frei verfügbares Einkommen.
Aufgrund des erwarteten „guten Jahres“ 2016 sei es laut Bernhard Reikersdorfer notwendig die Anzahl der Makler im Remax-Netzwerk (Sitz in Amstetten) deutlich zu erhöhen, um das volle Marktpotenzial auch ausschöpfen zu können
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Neben der Erweiterung des Standort-Netzwerkes und einer weiteren Steigerung der Marktanteile bei Wohnimmobilien legt RE/MAX Austria heuer den Schwerpunkt auf die Verstärkung der Immobilienvermittlung für gewerbliche Kunden.

 


Blick in die anderen Bundesländer

Vorarlberg:
Durchwegs steigende Preise werden in Vorarlberg erwartet. Bei Eigentumswohnungen rechnet man bei den Experten von RE/MAX mit einem Plus von 2,3 Prozent.
Einfamilienhäuser: +4,5 Prozent Penthouses und Lofts: +5,1 Prozent

Tirol:
Einfamilienhäuser bleiben teuer. RE/MAX Austria erwartet einen Preisanstieg von 1 Prozent.

Salzburg:
Hier erwarten Experten ein Nachfrageplus von 1 Prozent. Außerdem gibt es ein größeres Angebot.

Steiermark:
Eigentumswohnungen in Top-Lagen sollen um +4,1 Prozent ihren Wert steigern. Wohnungen am Stadtrand wurde eine Preissteigerung von +2,4 Prozent prognostiziert, jene in Landgemeinden sollen bei -0,9 Prozent stagnieren.

Kärnten:
RE/MAX Austria rechnet i mit einer steigenden Nachfrage sowie einem vermehrten Angebot. Die Preise sollen mit -0,8 Prozent sinken.

Oberösterreich:
Oberösterreichische Käufer und Mieter haben ein vermehrtes Angebot von 3,7 Prozent. Die Nachfrage liegt bei 2,8 Prozent, Preise bei -0,5 Prozent.

Wien:
Für die Bundeshauptstadt soll es ein Nachfrage-Plus von 1,4 Prozent, ein Plus von 3,0 Prozent beim Angebot und nur einen geringen Preisanstieg von 0,6 Prozent geben.

Burgenland:
Es soll eine leicht steigende Nachfrage von 1,5 Prozent. Das Angebot steigt mehr als doppelt so stark, mit einem Plus von 3,8 Prozent. Dadurch sinken die Preise.