Erstellt am 05. April 2016, 14:52

von Christine Haiderer

Für den Blick in das Freie. Mit der richtigen Auswahl leisten Fenster einen Beitrag zu Wohlbefinden und Heizenergie.

Nicht nur Dichtung, Glas und Beschläge spielen beim Fenster eine Rolle – es muss auch fachgerecht eingebaut werden.  |  NOEN, SpeedKingz/Shutterstock.com

Große Fenster erweitern den Wohnraum, lassen Licht und Sonnen in den Innenraum und steigern das Wohlbefinden.

Die Befürchtung, dass dadurch Energie verloren geht, ist bereits veraltet. Wärmetechnisch stellen große Glasflächen keinen wesentlichen Schwachpunkt der Gebäudehülle dar. Hingegen ist ein positiver Effekt zu bemerken, denn richtig angeordnet und mit guten, wärmedämmenden Fensterrahmen können Fenster sogar im Winter einen Beitrag zur Heizenergie im Winter liefern. Dafür müssen Fensterrahmen, Fensterverglasung, die Wärmedämmung beim Fenster, die Dichtung, aber auch die Fensterbeschläge gut zusammenspielen.

Wärmeschutzverglasung, die aus zwei oder drei miteinander gasdicht verbundenen Glasscheiben besteht, ist heute Standard bei neuen Fenstern.

Die Fensterverglasungist bei der Fensterwahl der wichtigste Faktor. Ein U-Wert (Maß für den Wärmedurchgang durch einen Bauteil) der Verglasung von 0,7 W/m?K ist bereits Stand der Technik. Je kleiner der U-Wert ist, desto besser. Beim Fensterrahmen steht meist die Auswahl des Materials im Vordergrund, wobei die jeweiligen Vor- und Nachteile zu beachten sind. Bei der Planung der Fensterflächen sollte der Rahmenanteil möglichst gering gehalten werden.

Der Fensterflügel sollte fest sein und sich nicht setzen bzw. verziehen, während die Fensterbeschläge leichtgängig und leicht nachzustellen sein sollen. Durch die richtige Art und Anzahl der Fensterdichtungen, die nur in Verbindung mit gut schließenden Beschlägen eine gute Wirkung erzielen, sollte auch bei größeren Windstärken kein Luftzug spürbar sein.

Sicherung von Fenstern

Bei einem guten Fenster sollten nicht nur Dichtung, Glas und Beschläge passen, sondern es sollte auch hinsichtlich seiner einbruchhemmenden Funktion überprüft werden.

Ob ein Fenster sicher ist, hängt von der Art der Rahmen, Schreiben, Gläser und der Verriegelung ab. Gerade in Häusern und Wohnungen, wo die Fenster leichter zu erreichen sind, sollten die Fenster Körpergewalt und einfachen Werkzeugen standhalten können.

Pilzkopfbeschläge und Zwillingsbolzenverschlüsse erhöhen den Widerstand eines einbruchhemmenden Fensters.

Das Glas sollte zumindest ein Dreifachisolierglas (Verbundsicherheitsglas) sein.

Einbruchhemmende Fenster werden in Widerstandsklassen von 1 bis 4eingeteilt.

Bei einem einbruchhemmenden Fenster müssen sämtliche Komponenten wie Fensterrahmen, Fenster, Beschläge, Fenstergriff und Glasaufeinander abgestimmt sein. Besonders der Fensterrahmen muss fest mit dem Mauerwerk verschraubt sein. Einschäumen alleine genügt nicht. Der Einbruchsschutz kann bei älteren Fenstern zum Teil durch Zusatzbeschläge erhöht werden.

www.bmi.gv.at

Im Detail

Beim Kauf kommt es auf den Gesamt-U-Wert an. Dieser setzt sich aus den Wärmedämmwerten des Rahmens und der Verglasung und den Eigenschaften des Glasrandverbundes zusammen.

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