Erstellt am 07. Juli 2016, 13:41

Männer leben im Sommer gefährlich. Im Sommer leben Männer besonders gefährlich. Täglich werden sich mehr als 600 Männer in den nächsten zwei Monaten in Österreich so schwer verletzen, dass sie im Spital behandelt werden müssen.

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Das teilte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) am Donnerstag in einer Aussendung mit. ´ Fußball spielen, Heimwerken und Grillen machen zusammen ein Viertel der "männlichen" Unfälle aus. Bei Verletzungen beim Grillen handelt es sich in erster Linie um Verbrennungen, weitere Ursachen sind Schnitte und Stichwunden durch Messer. Laut einer Umfrage des KfV ist das Grillen in Österreich fest in männlicher Hand.

Nicht verwunderlich also, dass Grillunfälle ebenso eine Männerdomäne darstellen: Rund 80 Prozent der Verletzten sind Männer, etwa die Hälfte davon ist zwischen 20 und 40 Jahre alt. "Oft sind es Ungeduld und Übermut, die nicht selten mit Alkoholkonsum eine explosive Mischung beim Grillen ergeben. Wie Untersuchungen zeigen, wird das Grillen als Ursache für schwere Verletzungen unterschätzt und zu wenig beachtet", beurteilte man im KfV die fehlende Risikoeinschätzung in der Bevölkerung.

Auch beim Sport gefährdet

Auch beim Sport sind vor allem die jüngeren Männer gefährdet, im Sommer zu verunglücken: Über die Hälfte der verletzten Fußballer sind zwischen 20 und 35 Jahre alt. Am häufigsten betreffen diese bei den Amateur-Kickern dieser Altersgruppe ganz allgemein Knochen - 40 Prozent sind Frakturen - sowie die Bänder und Sehnen des Knies (36 Prozent).

Ebenfalls besonders gefährlich sind laut KfV im Sommer für Männer Gartenarbeiten und Heimwerken. Zu letzterem zählen beispielsweise Holzsägen, Nägel einschlagen, Arbeiten rund ums Haus und am Dach. Die restlichen drei Viertel der Unfälle machen beispielsweise andere Sport- oder Verkehrsunfälle aus. Die Top drei der Risiko-Sportarten für Männer im Sommer sind neben Fußball spielen Mountainbiken und Skateboarden (bei jungen Männern).